2011: 000) Anreise nach Irun


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0. Tag – Dienstag, 5.7.2011

Anreise nach Irun

Dann also auf in ein großes Abenteuer. Ein wenig mulmig ist mir schon. Gestern rief eine Freundin an und meinte, sie würde meinen Mut bewundern. Mut? Wieso Mut? Braucht man zum Wandern Mut? Ich freute mich eher auf die Herausforderung. Und wenn etwas schief gehen würde, wären ja genügend Menschen auf demselben Weg unterwegs und würden helfen können. Ähnlich bedenklich war eine Kollegin, als sie erfuhr, dass ich kein Handy mitnehme. Was, wenn ich mir unterwegs ein Bein brechen würde oder etwas in dieser Art. Nun, dann würde es wohl nur ein paar Minuten dauern, bis der nächste Pilger käme. Oder bin ich da einfach zu euphorisch, um die Gefahren richtig einschätzen zu können? Aber ich möchte mir meine Vorfreude auch nicht schmälern lassen.

Einziges Problem ist ein dicker Schnupfen, der mich vor ein paar Tagen überfallen hat. Aber das Zugticket ist gebucht und ich habe solche Lust, endlich zu starten, dass ich mich also auch von einem Schnupfen nicht abhalten lassen möchte. Im Zweifel gibt es eben am Anfang kürzere Etappen. Und ganz großen Notfall bleibe ich noch einen Tag in Irun, bis ich wanderfit bin.

Nun also den Rucksack auf und ab zur Straßenbahn. Hier in der Stadt fühle ich mich mit Rucksack, Hut, Wanderstöcken und den festen Schuhen doch etwas deplatziert. Aber das würde sich ja bald ändern.

Zuerst geht es mit einem Zug nach Paris. Dort muss ich umsteigen, den Bahnhof wechseln und dann mit einem Zug nach Irun weiterfahren. Alles klappt problemlos. Ich schreibe die erste Postkarte an MD. Bis abends um 22:00 bin ich unterwegs. Da die Herberge in Irun um 22:00 zumacht und ich nicht wusste, ob der Zug wohl pünktlich sein würde, habe ich vorsichtshalber in einem einfachen Hotel gebucht. Vielleicht war das für den Start auf meinen allerersten Camino keine zu schlechte Idee. Hier kann ich in aller Ruhe und mit ausreichend Platz schon einmal üben, den Rucksack aus- und wieder einzupacken. Das Hotel ist schnell gefunden. Ich krabbele nur schnell ins Bett, denn morgen früh soll die erste Etappe starten.

Was bin ich aufgeregt!


weiter mit Irun – San Sebastian


 

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