2011: 010) Santona – Güemes


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10. Tag – Freitag, 15.7.2011

von Santona nach Güemes; 24 km; 350 Hm

Das Schlafen im Zelt war gar nicht so schlimm. Wir haben bis fast 7:00 geschlafen. Das war richtig gut. Der Weg war okay. Am Anfang ging es lange am Strand entlang. Das war richtig toll. Es war sehr sonnig. Und der Weg ging auch kaum im Schatten. Die Sonnencreme hilft aber gut. Ich habe keinen Sonnenbrand bekommen. Zuerst bin ich mit B. gelaufen. Ich habe ihm von unserem beiden Weihnachtsfilmen erzählt. Der ein („Das Leben ist schön“ oder so) hat ja direkten Bezug zu seinem Vater. Ich wollte ihm das unbedingt noch sagen, auch, dass er ja viel Gutes hinterlassen hat. Am Strand wollte B. eine Pause machen und meinte, er würde mich bei meiner nächsten Pause einholen. Ich habe verstanden, dass er ein wenig Ruhe braucht. Unterwegs hat sich immer mal ein Holländer an meine Fersen geheftet. Er wusste wohl nicht so genau, wo es lang geht. Aber da ist er bei mir ja voll an der falschen Adresse. Und es hat mich auch etwas unter Druck gesetzt. Er wollte dann noch weiter nach Santander. Ich wollte unbedingt in diese Herberge hier. Alle haben von ihr geschwärmt. Und es ist auch wirklich toll. Ich bin gleich mit einem Glas Wasser begrüßt worden. Mein Spanisch reichte für die ersten Dinge voll aus. Eine halbe Stunde später wollten sie zu Mittag essen. Bis dahin hatte ich geduscht und Wäsche gewaschen. Beinahe hätte ich alle Wäsche auf eine frisch gestrichene Bank gelegt. Aber an den Fingern habe ich das sofort gemerkt. So habe ich jetzt nur Farbe an den Fingern und an der Seifendose. Na, das hätte ja noch gefehlt. B. kam auch bald. Er hat irgendwas am Bein. Hoffentlich geht es bald weg. Wäre wirklich schade, wenn er deshalb den Weg abbrechen müsste. R. und C., ein Ehepaar aus Deutschland – sie Deutsche, er Spanier, sind auch da. Alle konnten wir mit zu Mittag essen. Und es war so toll. Ich habe echt viel gegessen. Peinlich. Nach dem Essen bin ich noch eine Runde gegangen (ca. 4 km). Hm, irgendwie falle ich dauernd auf. Ich habe so einen komischen Hut. (B. hat mich heute auch wieder mit Schmetterlingen in Verbindung gebracht.) Ich laufe so viel und schnelle (eigentlich mache ich nur wenig Pausen). Und ich bin so dick angezogen. Dieses „Außenseiter-Dasein“ macht mir schon ein wenig zu schaffen. A. habe ich auf dem Weg getroffen. Aber er wollte auch noch mal 10 km weiter gehen.

Irgendwie werde ich jetzt wohl alle Leute verlieren. C. und R. haben eh nur noch eine Woche. Und B. will wohl auch ein bisschen mit dem Zug fahren. Schade. Aber so ist der Weg dann wohl.


weiter mit Güemes – Santa Cruz de Bezana


 

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