2011: 011) Güemes – Santa Cruz de Bezana


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11. Tag – Samstag, 16.7.2011

von Güemes nach Santa Cruz de Bezana; 31 km; 280 Hm

Heute war ein Tag der Abschiede. R. und C. haben nur noch ein paar Tage Urlaub und werden deshalb Stücke mit dem Zug fahren. B. will sich das Industriegebiet hinter Santander sparen und auch ein Stück mit den Zug fahren. Um alle tut es mir sehr leid. Ich habe mich vor dem Losgehen also herzlich verabschiedet. Gestern hatten wir noch ein Gruppenfoto gemacht. Und ich habe mir die E-Mail-Adressen aufgeschrieben. B.‘s Bein ging es wohl noch gar nicht so gut, aber er hat die Zähne zusammengebissen. „Schmerz öffnet die Seele“, meint er. Na, ich weiß nicht. Am Anfang des Weges musste ich echt heulen. Dieses permanente Abschied Nehmen ist einfach nichts für mich. Ich musste auch wieder an B.‘s Vater denken. Und R. hatte gestern erzählt, dass es bei einer ihrer Touren um Tod ging. Worum geht es bei mir? Schmetterlinge, Löwen, Metamorphose, Abschied nehmen? Ein bisschen viel für einen Weg. Aber in der Metamorphose steckt ja auch Anfang, Abschied, Tod. B. habe ich dann direkt noch mal getroffen. Wir hatten uns beide verlaufen und haben dann zusammen nach dem „richtigen“ Küstenweg gesucht. Dann haben wir uns aber endgültig getrennt. R. und C. habe ich auf der Fähre getroffen. Beinahe wäre ich an der Anlegestelle vorbei gelaufen. Die zwei spanischen Jungs, die ich inzwischen schon öfter getroffen hatte, haben mich gerufen. Kurz danach wäre es C. und R.auch so gegangen. Die zwei Spanier fahren morgen nach Hause. In Santander habe ich mich dann endgültig von R. und C. verabschiedet. Kurz danach habe ich A. getroffen. Er hat mir den Weg zur Herberge gezeigt. Eigentlich wollte ich da ja gar nicht hin. Aber sie lag fast auf meinem Weg. Insgesamt aber total nett. Ich wollte weiter bis Santa Crux de Bezana. Da gab es eine Anschrift im roten Buch. Aber von der Straße war ansonsten keine Rede. Ich habe zwei mal gefragt und es dann tatsächlich geschafft. Ich glaube, ich war richtig etwas stolz auf mich, und dachte so: Der Schmetterling braucht den starken Löwen, um ungehindert herumflattern zu können. Ich bin also eingezogen und habe ein ausführliches Bad (also so richtig in einer Badewanne!) genommen. Dann war ich einkaufen und habe mich auf den Weg zur Kirche des Orts gemacht. Um 18:00 gab es eine Messe, die heute eine Hochzeitsmesse war. Nicht ganz so viel Brimbamborium wie bei uns, aber ganz interessant, Nun werde ich zeitig schlafen gehen. Morgen gibt es wieder eine harte Etappe. Von den 31 km von heute waren 5 k mit der Fähre. So ganz kommen die gelaufenen km nicht mit dem Buch hin. Wahrscheinlich mache ich doch zu viele Umwege. Aber wenn ich davon ausgehe, dass es von Irun nach Santiago 900 km sind, sollte es schon passen.


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