2011: 012) Santa Cruz de Bezana – Cobreces


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12. Tag – Sonntag, 17.7.2011

von Santa Cruz de Bezana nach Cobreces; 42 km; 1000 Hm

Eigentlich eine deutlich längere Etappe als geplant, aber alles richtig gemacht 🙂 Morgens hat es noch geregnet. Es hatte die ganze Nacht gestürmt und geschüttet. Da war ich schon froh, dass es nicht mehr so stark geregnet hat. Es kamen immer mal Schauer. Zwischendurch bin ich von dem vielen Wind aber wieder trocken geworden. Aber der Wind war echt heftig. Er hat mich manchmal richtig ein Stück versetzt. Es war so anstrengend, dagegen anzukommen. Ab dem späten Nachmittag gab es dann aber zumindest keinen Regen mehr. Das war schon mal gut. Komisch ist, dass alle Kirchen zu sind. Selbst diese kleinen eingebauten offenen Bereiche sind mit einem dicken Drahtgitter verrammelt. Man kann sich nicht mal unterstellen. Einmal habe ich gegen Seitenregen einen Heckenstrauch als Deckung genutzt. Der Plan war zuerst, in eine Herberge vor dem Ende der Etappe zu gehen. Bis zu dem einen Kloster wären es dann morgen ca. 17 km gewesen. Das ist natürlich knapp. Das nächste wäre ein Gefängnis gewesen. Dorthin hätte ich es wohl geschafft, aber ich wollte nicht in dieses alte Gefängnis. Außerdem hätte ich dadurch beide Klöster verpasst. Aber bis zum ersten Kloster wären es insgesamt 42 km geworden. Da es dann aber noch so früh war am Abzweig zur Herberge, bin ich weitergelaufen. Die Endstation der Etappe war ein wirklich schöner Ort, aber total überlaufen. Da habe ich irgendwie nur zugesehen, dass ich da rauskomme. Also zum Kloster. Unterwegs saßen da die drei Deutschen, die wir schon in Satoña getroffen hatten. Die sind ein bisschen komisch. Sitzen laufend in Cafés, fahren laufend Bus und Bahn. Er steht dann hier und tönt rum, dass er ja nicht viel braucht. Dann schnitzt er an seinem Stock rum. Seine Freundin rennt mit einem miesen Gesicht rum. Die Dritte gehört wohl eigentlich nicht dazu, traut sich wohl aber nicht allein. Nun, jeder hat seinen eigenen Weg. B. meinte, sie hätte schon versucht, sich an ihn zu hängen. Aber das hat er wohl höflich abgebogen. Irgendwo habe ich Pause gemacht. Da kamen zwei Österreicherinnen. Sie machen den Weg von zu Hause aus in 2-Wochen-Intervallen. Das finde ich cool. Ich wollte das ja ähnlich machen, nur halt umgekehrt. Als ich dann hier angekommen bin, saßen die beiden Holländer vor der Tür. Nichts ahnend gehe ich rein und will mir ein Bett suchen und wer liegt da? B.! Na, das war doch eine nette Überraschung. In diesem Kloster leben ca. 20 Mönche. Wir waren beim Abendgottesdienst. Ich hatte doch ein wenig Probleme, so lange zu stehen. Die Füße haben ganz schön gebrannt. Die Phase der stillen Meditation war ganz schön lang. Aber insgesamt war es wieder sehr interessant.

Heute war deutlich der Löwe gefordert. Den Schmetterling hat es ganz schön durcheinander gewirbelt. Ich hoffe, er kann morgen etwas Chancen bekommen. B. hatte ja gesagt, dass man normalerweise ein Männchen in sich hat, das immer sagt, dass man schon an seiner Grenze ist. Ich habe ihm heute gesagt, dass mein Männchen immer sagt, dass, wenn ich mich ein bisschen mehr angestrengt hätte, es noch besser hätte sein können. Da musste er lachen. Aber heute hat das Männchen keinen Grund, so etwas zu sagen. Es hätte einfach nicht besser ausgehen können. Und mehr anstrengen wäre auch nicht drin gewesen.


weiter mit Cobreces – San Vincente de la Barquera


 

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