2011: 013) Cobreces – San Vincente de la Barquera


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13. Tag – Montag, 18.7.2011

von Cobreces nach San Vincente de la Barquera; 23 km; 380 Hm

Heute war richtig schönes Wetter. Und das Stück war verhältnismäßig kurz. Aber ich wollte unbedingt in diese Herberge,  obwohl von Kloster oder so leider kaum etwas zu spüren ist. Schade. Aber es soll dann gemeinsames Abendessen geben und auch Frühstück. Aber für beides soll man extra spenden. Der Eingang sieht voll abschreckend aus. Aber dahinter geht es dann. Es ist ein deutscher Radfahrer angekommen. Der hat mir erstmal einen Knopf an die Backe gelabert. Er wusste alles und zwar besser. Jeder, der jetzt das erste Mal den Weg geht, macht ihn nur wegen Kerkelingmania. Er ist ja vorher schon gegangen. Und er hat mir auch erklärt, wo der Strand ist, weil er ja alles weiß, weil er schon so oft hier war. Der Typ von den drei Deutschen war gestern einen Burger essen. Dazu gab es wohl Fritten. Und obwohl er ja nur so wenig braucht, war das auch wieder nicht richtig. Nach so viel Fett würde er gar nicht schlafen können. Ich hatte nach meinen 42 km gar nicht richtig gegessen. Okay, selbst schuld. Aber ich konnte es mir nicht verkneifen zu sagen, dass ich jetzt eine große Portion Fritten mit einem halben Liter Mayo gut vertragen könnte. Oh, wie ich auf ihn reagiere. Solche Leute sind die, die einem auf der Arbeit das Leben schwer machen. Wollen alles besser wissen und einem beweisen, dass man dämlich ist. Aber das steckt wohl noch mehr dahinter, dass ich da so anspringe. Da muss ich mir mal ordentlich Zeit nehmen, um darüber nachzudenken. B. hat ernsthafte Probleme mit seinen Füßen. Er wird wohl morgen und übermorgen die Strecken mit dem Zug fahren. Er tut mir richtig leid. Er will unbedingt laufen. Er meint, er würde sich schämen, mit der Bahn zu fahren. Leider kann ich gar nichts für ihn tun.

Mir selbst geht es wirklich gut. Heute morgen waren meine Füße zwar noch etwas geschafft und hin und wieder spüre ich die Knie, aber alles in Allem geht es gut. Ich erlebe mich kraftvoll, ja, auch couragiert. Ich kann mich mit meinen paar Brocken Spanisch ganz gut durchgeschlagen. Heute hatte ich auch mal kurz das Gefühl, dass ich einen ganz gut aussehenden Körper habe (zumindest für das Alter). Ein paar unschöne Fettpolster sind auch schon verschwunden.

Im Moment geht es wohl darum, die vielen Widersprüche zu vereinen. Kraftvoll wie ein Löwe und leicht und luftig wie ein Schmetterling. Das ist wohl derzeit der Hauptpunkt.


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