Castaneda: Die Lehren des Don Juan

„Die Lehren des Don Juan“
Carlos Castaneda
Fischer Tachenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 1973

Castaneda beschreibt, wie er von Don Juan in schamanischen Techniken ausgebildet wurde.

Mir gefällt gut, dass er immer wieder aufzeigt, wie sich das Verständnis Don Juans und sein eigenes unterscheiden, weil sie beide in komplett verschiedenen Kontexten aufgewachsen sind.

Castaneda versucht immer wieder, alles in die für die westliche Welt üblichen rationalen Gedankengänge zu stecken, was nicht so recht klappen will. Hier erkenne ich mich wieder, weil ich das auch immer wieder versuche. Aber manches muss man einfach geschehen lassen. Castaneda konnte das für sich Stück für Stück annehmen. Vielleicht werde ich das auch können.

Außerdem gefällt mir gut, dass Don Juan immer wieder darauf hinweist, dass die Interpretation der Erlebnisse in der nicht-alltäglichen Realität sehr individuell sind. Niemand von außen kann einschätzen, welche Interpretationen für denjenigen, der sie erlebt, die richtigen bzw. passenden Interpretationen sind. Das vermittelte mir ein Gefühl von hoher gegenseitiger persönlicher Wertschätzung.

Ein Fazit, das man sicher aus dem Buch ziehen kann, ist, dass man für das Erlernen schamanischer Techniken Geduld, Ausdauer, Zielstrebigkeit und auch Mut braucht. Castaneda zeigt aber auch, dass man dies auf seinem Weg erlernen/erwerben kann.

Es gibt ja eine Diskussion, ob Don Juan wirklich existiert hat. Dazu kann ich gar nichts sagen. Ich finde aber, dass der Inhalt des Buches in einer schönen Geschichte geschrieben ist, die sich gut liest und Wissen über die Traditionen des Schamanismus vermittelt. Wenn das Castaneda anhand einer fiktiven Person gelingt, finde ich da ebenso gut wie wenn er das anhand einer wahren Person schafft. Manchmal ist ja auch die Anonymität von Personen wichtig. Aber da fangen wir dann doch mit der Diskussion an – dann sollte man auch sagen, dass man eine anonyme Person benutzt.

Castaneda hat ja noch viele andere Bücher zum Schamanismus geschrieben. In unserer Stadtbibliothek gibt es etliche davon. Da habe ich also noch eine Weile Lesefutter.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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