gruselige Träume

Seit Freitag schlafe ich nicht mehr so richtig gut. Dafür gibt es gruselige Träume.

Mit mehreren Leuten sind wir in einem Gebäude und arbeiten an einer gemeinsamen Aufgabe. Da kommt einer von der Security und meint, dass demnächst das Gebäude geschlossen werden müsse, weil ein Angriff oder Eindringlich erwartet wird. Einige von uns gehen also noch einmal ein paar Besorgungen machen. Ich auch. In einem Laden möchte ich zwei Platzdeckchen haben. Man muss dafür mit seinen Fingern bezahlen. Es gibt sogar eine Vorschrift, wie diese zu bündeln sind. Die Innenseite des Zeigefingers an die Innenseite des Mittelfingers, die Außenseite des Mittelfingers an die Außenseite des Ringfingers und die Innenseite des Ringfingers an die Innenseite des kleinen Fingers. Jeweils ein Päckchen für links und ein Päckchen für rechts. Der Daumen wir dann dazugebunden. Mit den Fingern bin ich schon fertig. Irgendwie scheine ich das schon öfter gemacht zu haben. Aber mit den Daumen bin ich etwas zögerlich. Ich erinnere mich, dass es ziemlich weh tut, den Daumen am zweiten Gelenk abzubeißen. Außerdem hört sich das Knirschen, wenn man das Gelenk durchbeißt, ziemlich schauerlich an. Da ich also die Daumen nicht mit abgebe, werden die Finger nur als Pfand für das Zurücklegen der Platzdeckchen genommen. Diese bekomme ich erst ausgehändigt, wenn ich auch die Daumen abgebe.

Ich verlasse den Laden. Auf dem Platz haben sich ganz viele Leute angesammelt. Meine Schwester heiratet in der großen Kirche der Stadt und es gibt eine lange Prozession für sie. Viele religiöse und christliche Figuren – eine Menge Bischöfe, eine Menge Messdiener, eine Menge Leute mit diesen spitzen Zipfelmützen, wie sie sie in Spanien in der Osterwoche aufhaben, eine Menge Engel. Danach kommen einige Karnevalsgruppen. Einige Leute rufen verhalten nach Kamelle. Vereinzelt fliegen ein paar Bonbons durch die Luft. Ich erlaube mir auch, Kamelle zu rufen. Da kommt ein ganzer Schwall klitzekleiner grüner, klebriger Pünktchen auf mich zu, die sich überall festsetzen und überhaupt nicht mehr abzubekommen sind. Ihgitt. Alles klebt und schmiert.

Als die Parade zu Ende ist, mache ich mich auf den Rückweg. Ich treffe den Security-Menschen. Er meint, wir sollen nun alle schnell wieder zurückkommen. Es wäre nicht gelungen, den Eindringling abzuhalten. Deshalb müssten wir nun alle ins Gebäude, damit es abgeriegelt werden kann: Mit Eindringling drin? Wie soll er dann wieder raus? Ich wundere mich, frage aber nicht weiter. Plötzlich, obwohl es eigentlich gutes und trockenes Wetter ist, sind meine Schuhe völlig verschlammt. Braune, zähe Pampe quillt aus allen Poren und lässt jeden Schritt mühevoll werden.

Hoffen wir auf bessere Nächte und schönere Träume.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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