3. Fastensonntag – Ist Joggen klimafreundlich?

Gemäß des Vorhabens, an jedem Fastensonntag bis Ostern mal ein paar meiner Gewohnheiten auf ihre Klimafreundlichkeit zu untersuchen (Stichwort Klimafasten vom BUND), fange ich nun endlich damit an. Heute steht also die Frage an, ob Joggen klimafreundlich ist.

Wenn man kurz draufschaut, so sieht man, dass man beim Joggen keinen Treibstoff braucht und keine Fahrzeuge oder andere Hilfsmittel. Aber ist dem wirklich so?

Bei jedem Lauf verbraucht man in etwas so viele kcal pro km, wie man kg wiegt. Und so wie ein Auto eben Treibstoff braucht, um sich fortzubewegen, muss man nach dem Joggen die verbrauchten kcal auch wieder irgendwie nachfüllen, es sei denn, man hat sie sich vorher schon angefuttert. Aber egal, ob so oder so. Es ist Energieverbrauch, der ohne Joggen nicht anfallen würde. Also eher ein Minus fürs Joggen beim Thema Klimafreundlichkeit.

Und wie sieht das mit dem Equipment aus? Natürlich braucht man kein Fahrzeug oder sowas. Aber ein paar Laufschuhe muss schon sein. Und im Laden bekommt man empfohlen, dass man doch nicht jedes Mal mit denselben Schuhen laufen sollte, um die Schuhe bis zur nächsten Nutzung komplett austrocknen zu lassen, und auch, um vorzubeugen, dass durch gleichartige Belastung von Füßen, Gelenken etc. keine orthopädischen Schäden entstehen. Und zugegeben: da stehen doch ein paar Paar Laufschuhe in der Diele – dafür gibt es eher wenige andere Schuhe 😉 Soviel zu den Schuhen. Wenn man mal argumentiert, dass man ja immer irgendwelche Schuhe an den Füßen tragen muss, dann wäre das hier ein „neutral“ fürs Joggen beim Thema Klimafreundlichkeit.

Und sonstiges Equipment? Was da wären Shirts, Hosen, Socken – alles natürlich atmungsaktiv und was nicht sonst noch alles –> ergo absolut künstlich. Dann noch irgendwelche Schals, Mützen, Handschuhe. Der eine oder andere braucht eine Laufuhr mit eingebauter Batterie, also wegzuschmeißen, wenn der Akku alle ist etc. etc. Definitiv ein Minus fürs Joggen beim Thema Klimafreundlichkeit.

Tja, die ganzen Klamotten müssen natürlich auch gewaschen werden. Es ist unglaublich, welche Berge Wäsche da bei uns anfallen. Natürlich muss man auch andere Wäsche waschen, aber diese Wäsche fällt definitiv fast ausschließlich zusätzlich an. Zumindest haben wir Weichspüler und Trockner schon aus dem Haushalt verbannt. Aber der Wasser- und Waschmittelverbrauch schlägt doch als saftiges Minus fürs Joggen beim Thema Klimafreundlichkeit zu Buche.

Was bleibt da noch Gutes am Joggen? Definitiv das Wohlfühlen und die (hoffentlich) gestärkte Gesundheit. Man spart dadurch vielleicht ein paar Medikamente und vielleicht auch ein paar aufwendige Untersuchungen. Aber ob das nicht wettgemacht wird durch die Besuche bei Orthopäden und Sportmedizinern? Also wohl auch maximal ein „neutral“ an dieser Stelle fürs Joggen beim Thema Klimafreundlichkeit.

Tja, kein wirklich optimistisch stimmendes Ergebnis: 3 Minus und 2 „neutral“. Und nun? Das Joggen aufgeben? Ich glaube nicht, dass das eine wirkliche Alternative für mich ist. Also muss in anderer Weise ein Klimaausgleich geschaffen werden. Eure Vorschläge sind herzlich gern willkommen.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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