Fitness-Sommer Challenge #2

Das war schon eher eine Challenge. Um zu sehen, wie weit ich im Notfall laufen/wandern kann, wollte ich unbedingt mal nach Koblenz laufen. Das sind reichlich 60 km von uns aus – man mäandert richtig schön am Rhein entlang. Ich hatte es zwar schon zweimal im Rahmen der Vorbereitungen zu meinem ersten Jakobsweg 2011 probiert, aber nur einmal geschafft. Und auch da bin ich nach ziemlich genau 60 km in einen Bus der Bundesgartenschau gestiegen und habe mich zum Hauptbahnhof fahren lassen.

Die Chance, es zu schaffen, stand also 50:50.

Also hatte ich mir am letzten Sonntag den Wecker hatte ich mir für 5:00 gestellt und dachte, dass ich so gegen 6:00 starten würde. Aber ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Vielleicht war ich doch etwas aufgeregt? So bin ich viel früher aufgestanden und war schon 5:20 auf der Strecke. Da war es noch ziemlich dunkel. Der Vollmond schien und spiegelte sich im Rhein.

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Es war gruselig kalt. Trotzdem ich mich permanent bewegt habe, habe ich bis 10:00 gefroren. Und da es Sonntag und noch recht früh war, waren auch keine Kioske oder Bäckereien auf, wo man vielleicht einen heißen Kaffee hätte bekommen können. Aber ich wurde durch einen wunderschönen Sonnenaufgang entschädigt.

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Je höher die Sonne stieg, umso angenehmer wurde es. Und es sah wundervoll aus. Die Sonnenstrahlen werden von den Häusern auf der anderen Rheinseite reflektiert und spiegeln sich danach im Wasser.

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Nach 30 km habe ich mir die erste Pause gegönnt (20 min). Viertel vor 12 ging es weiter. Da hatte ich dann die erste Klamottenschicht ausgezogen. Aber, ob man es nun glaubt oder nicht, eine Viertelstunde später zog es sich zu und es wurde wieder etwas kühler. Aber es blieb zumindest trocken.

Insgesamt 38 km habe ich gebraucht, um einen Kaffee zu finden. Nach 800 m war er ausgetrunken. Weitere 1,2 km brauchte ich, um den Becher wieder loszuwerden 😉

Bei ca. 55 km gab es nochmal eine Pause (10 min). Ich musste mit MD ein wenig WhatsAppen, um auch wirklich den Hauptbahnhof zu finden. Der Navi wollte einfach nicht routen. Zu dieser Zeit war es dann auch so kühl geworden, dass ich meine Jacke wieder anzog.

Noch 2 bis 3 km weiter merkte ich, dass ich rechts und links an den Fersen, an der Knickstelle zur Fußsohle, jeweils eine dicke Blase bekomme. Blöde Stelle, weil da so dicke Hornhaut sitzt, aber bekannt bei diesen Schuhen. Nach weiteren 2 bis 3 km gab es in der linken Ferse einen höllischen Stich – die Blase war wohl aufgeplatzt. Wow, das war heftig. Aber was sollte es. Der Hauptbahnhof war schon fast zum Greifen nah. Also keine Heulen und Zähneklappern, sondern tapferes Ausschreiten.

17:55 Ankunft am Hauptbahnhof Koblenz. Ca. 20 min später fuhr ein Zug nach Hause. An der Haltestelle ist ein Eiskaffee. Wir hatten uns mit MD auf einen Cappuccino verabredet. MD kam mit dem Wagen. Nach insgesamt 63 km war ich dann doch froh, den letzten Rest vom Bahnhof nach Hause nicht mehr laufen zu müssen. Danke, MD, für die Idee mit dem Wagen.

Summasummarum: Challenge geschafft, aber 60 km sind doch ganz schön weit. Aber Schritt für Schritt ist es zu schaffen. Blasen? Naja, lassen sich wohl nicht vermeiden. Aber in den Jahren habe ich gelernt, damit umzugehen – die Details lasse ich aber lieber weg. Und das Tolle: Es gab nichtmal Muskelkater 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

2 Gedanken zu “Fitness-Sommer Challenge #2

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