Walpurgisnacht #5 – Nach(t)-Gedanken

Bin schon eine Weile auf. Zur Feier des Tages gab es sogar mal wieder frische Bäckerbrötchen. Aber ein wenig spüre ich den fehlenden Schlaf. Das schreit nach Mittagsschläfchen 😉

Hier aber noch ein kleines Sammelsurium von Gedankensplittern zu meinem nächtlichen Ausflug.

In der Dunkelheit kann man sich nicht verstecken. Da saß ich wegen des Regens in einer halboffenen Schutzhütte und fühlte mich von allen Seiten beobachtet. Auf der Suche nach einem „Versteck“ hatte ich das Gefühl, mich nicht angemessen verstecken zu können. Man kann gar nicht einschätzen, von wo aus man gesehen werden könnte. Und man kann selbst ja auch nichts sehen. Echt ein ungutes Gefühl. Trifft übrigens auch zu, wenn man mal einem der Grundbedürfnisse nachgehen muss. War echt ein bisserl gruselitsch.

Auch wenn es sich voll banal und total unwissend anhört – ich habe es noch nie bewusst wahrgenommen/gesehen: im Mondlicht wirft man auch einen Schatten – einen ebenso schönen wie bei Sonne. Durch das Grau in Grau gibt es nochmal eine ganz eigene interessante Note.

Habe ich nun eine ganze Nacht draußen verbracht? Ich war kurz vor 4:00 wieder zu Hause. Sonnenaufgang ist 6:00 – die Dämmerung dauert (von astronomischer über nautische bis hin zu bürgerlicher – hat MD gegooglet) in unseren Breiten ca. 2 Stunden. Könnte also passen. Dass ich deutlich früher als zum Sonnenuntergang losgegangen bin, zählt wohl nicht. Das wäre ein bisschen zu viel Schönreden. Ich wollte ja eine „richtige“ Nacht draußen verbringen. Ach, ich definiere jetzt mal, dass es eine ganze Nacht war. Wird wahrscheinlich eh nicht der letzte Versuch gewesen sein.

Zwei kleine Wehwehchen gab es. Die rechte Schulter ist wohl längeres Wandern mit ein paar kg auf dem Rücken nicht mehr so recht gewohnt. Tja, da sollte sie sich mal ranhalten. Der nächste Jakobsweg ist schon fast in Sichtweite.
Und eine Blase habe ich bekommen. Nichts Überraschendes. In diesem Fabrikat (!!!) Schuhe gibt es nach einer längeren Tragepause genau an dieser Stelle IMMER eine Blase. Sonst sind die Schuhe Spitze. Deswegen gibt es immer wieder DIESES Fabrikat. Mir ist nur eines völlig unklar: wie kann frau, wenn sie sich einbildet, erfahrene Wanderin (im Duden nachgeschlagen) zu sein, das Blasenpflaster vergessen?!?!? Na, Schwamm drüber. Auf der Packliste für den Camino steht es drauf.

Aber summasummarum war es eine faszinierende Nacht. Das mache ich so oder in abgewandelter Form definitiv mal wieder.

Ein Teilziel der „Übung“ war auch zu schauen, ob ich im Sommer auf dem Camino mal einfach so lange laufe, bis es eben einfach (gefühlt) nicht mehr weiter geht. So in der Art 20 km – Päuschen – 20 km – Päuschen etc. etc. Wenn’s nicht mehr geht, Zelt auf und reingekrabbelt. Darüber werde ich jetzt aber nochmal nachdenken. Der fehlende Schlaf zwackt gerade ganz schön. Bin eine kleine Schlafmütze :-(. Auf dem Camino würde ich allerdings am nächsten Tag ja weitergehen und nicht auf der faulen Haut liegen. Aber es hat ja noch was Zeit mit der Entscheidung.

Und wie geht es nun weiter? Na, die nächste Herausforderung wird sich doch wohl finden lassen!

Wünsche Euch allen einen wunderschönen Mai.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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