Sommersonnenwende

Und wieder ein kleines Nachtabenteuer. War’s nun letzte Nacht oder ist es diese Nacht? Die Sonnenauf- und -untergangszeiten und auch die Zeiten für die Dämmerungen unterschieden sich zwischen diesen beiden Nächten bis auf eine Minute bei einer Dämmerung nicht und da ich morgen wieder fit zum Arbeiten sein muss, fiel meine Wahl also auf die vergangene Nacht.

Gegen 23:00 habe ich mich auf den Weg zu dem historischen Steinkreis gemacht, der ca. 2,5 km entfernt liegt. Drei Glühwürmchen sind mir begegnet. Vor dem ersten habe ich mich noch tierisch erschrocken, auch, weil es so unerwartet war. Das zweite konnte ich dann schon genießen. Und beim dritten dachte ich dann so, dass sie doch ganz süß sind, wie sie da so leuchtend durch die Gegend schweben. Im Wald war es dann echt stockfinster. Die Bäume sind nach oben hin ziemlich dicht und durch das regnerische Wetter kam auch kein Leuchten von den Sternen oder dem Mond durch die Wolkendecke. Ich muss gestehen, dass ich dann doch hin und wieder mal kurz mein Lämpchen angemacht habe, um nicht von Wege abzukommen oder über den Baum, von dem ich wusste, dass er quer über den Weg liegt, zu stolpern. Aber alles bestens gegangen.

Der Platz mit den Steinkreis war menschenleer. Okay, hatte ich auch nicht wirklich anders erwartet. Ich bin gegen Mitternacht angekommen. Da war dann erstmal für knapp eine Stunde eine Meditation angesagt. Die eigentlich „Nachtwende“ ist ja eh erst um 1:00 wegen der Sommerzeit. Kurz vor 1:00 habe ich dann das Feuer angemacht und es so lange genossen, wie es gebrannt hat. Also, das muss ich wohl fürs nächste Mal besser üben. Danach habe ich beobachtet, wie es so ganz allmählich wieder ein klitzekleines bisschen heller wurde.

2015-06-20-1 2015-06-20-2

Um 3:00 habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Ich brauchte in der Tat deutlich seltener mein Lämpchen, zum Ende hin sowieso nicht mehr, weil da ja dann schon wieder die Straßenbeleuchtung durchschimmert.

Es war wieder ein aufregende 😉 Nacht. Ich frage mich nur, warum ich mir immer verregnete Nächte aussuche. Das erhöht das „Furchtpotenzial“. Regentropfen, die auf die Blätter von Bäumen fallen, hören sich teilweise an, als würde ein Rudel Wildschweine durchs Unterholz brechen. Naja, zumindest stelle ich mir vor, dass es sich so anhören würde. Das ändert aber nichts an der Angst. Und alle Sinne sind bis aufs Äußerste gespannt. Müdigkeit kommt da keine auf.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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