Eine Reise in die Vergangenheit

Am letzten Oktoberwochenende wollen wir uns mit ein paar Leuten in Leipzig treffen. Ich freue mich sehr auf das Treffen. Und da ich nun schon öfter bei Terminen in Ostdeutschland war, es aber nie geschafft habe, mal ein paar Städte/Stätten der Vergangenheit zu besuchen, will ich das diesmal tun. Terminlich passt es verhältnismäßig gut. Zumindest kann ich am Dienstagnachmittag losfahren.

Und der Plan ist wie folgt:

Am Dienstag fahre ich nach Cottbus. Dort bin ich geboren. Den Mittwoch werde ich dann damit verbringen, mir ein paar Gegenden von Cottbus anzuschauen – wo wir gewohnt haben, wo ich zur Schule gegangen bin, vielleicht finde ich auch die Musikschule wieder. Ich habe noch so viele Bilder vor Augen und bin wirklich gespannt, wie sich alles verändert hat. Am Abend geht es dann weiter nach Dresden.

In Dresden habe ich studiert. Dort ist mein Sohn geboren worden. Er ist dort in die Kindertageseinrichtungen gegangen. Auch hier würde ich schauen, ob ich einige Orte wiederfinde – die Studentenwohnheime, das Unigelände. Und in Dresden wohnen auch ein paar Leute, die ich besuchen könnte. Meinem Prof habe ich heute geschrieben – lieben Dank, Sylvia, für Deinen Anstoß, den ich aus dem Post über Boxi bezogen habe. Am Abend geht es dann weiter nach Leipzig.

In Leipzig werden wir uns am späten Nachmittag treffen. Also habe ich noch einen halben Tag. Auch mit Leipzig verbindet mich einiges – in erster Linie der Sport. Auf jeden Fall werde ich schauen, ob ich zum – vielleicht ja auch ins – Zentralstadion komme. Uups, hier muss ich wohl mal schauen, ob das überhaupt noch so heißt. Und in der Nähe von Leipzig wohnen Studienfreunde meiner Eltern, mit denen (und ihren Söhnen) sind wir aller zwei Jahre im Urlaub gewesen.

3 Tage für 3 Städte. Das ist nicht unbedingt viel. Aber es ist ein Anfang. Vielleicht schaffe ich es beim nächsten Termin in Ostdeutschland wieder, ein oder zwei Tage dranzuhängen, um Städte/Stätten der Vergangenheit zu besuchen.

Ist es Nostalgie? Ist es das Älterwerden? Naja, vielleicht von allem etwas. Aber es ist auch ein Stück wiederholen des Vergangenen. Ich habe damals zu meinem eigenen Schutz fast alle Verbindungen gekappt. Ich fühle mich inzwischen soweit gesettet, dass ich das Gefühl habe, diesen Schutz nicht mehr zu brauchen, sodass ich die Fühler auch wieder ein wenig in diese Richtung ausstrecken kann.

Im Moment ist in mir ziemlich viel in heftiger Bewegung. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Ich weiß nicht so recht, was ich erwarte / was ich erwarten soll. Also versuche ich, mich überraschen zu lassen. Aber es rumort doch ganz schön. Ist es richtig, was ich da tue? Wird es mir gut tun, was ich da vor habe? Sollte ich es lieber nicht allein machen? Na, wie auch immer. Ich werde auf die Reise gehen und mit dem klarkommen, was mir die Reise bringen wird.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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6 Gedanken zu “Eine Reise in die Vergangenheit

  1. Ich habe gerade ähnliche Erlebnisse bzgl. Menschen aus der Vergangenheit: Ich habe mich vor einiger Zeit von vielen distanziert, weil ich gemerkt habe, dass es besser so ist. Bin aber nun langsam wieder am anknüpfen und Fühler ausstrecken. von daher kann ich dich nur bestärken: Es wird bestimmt gut, da du aus deinem Gefühl heraus gehandelt hast 🙂 Und Gefühle lügen meiner Erfahrung nach nicht. Ich wünsche dir auf jeden Fall viele schöne Eindrücke und die Gewissheit, dass es gut war!

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  2. Einfach losfahren! Du wirst schon sehen, wohin Dich die Reise führt. Ich könnte mir vorstellen, dass alles ganz anders kommt, als Du denkst. 😉 Der Osten hat sich ja auch weiterentwickelt. So wie die Menschen darin.

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