Spaß am Shoppen?

Kann mir mal bitte einer verraten, wie ich wenigstens ein bisschen Spaß am Shoppen finden könnte? Vielleicht nur so viel, dass es mich nicht jedes Mal graust, wenn ich mal eine neue Hose brauche. Es soll auf keinen Fall soweit gehen, dass ich Shoppen als mein Hobby bezeichne – ja, sowas gibt’s auch. Ich brauche nur hin und wieder mal ein Stück zum Anziehen. Zum Beispiel eine schwarze Hose. Und leider war es mal wieder so weit.

Eigentlich meine ich ja, eine 0-8-15-Figur zu haben. Also sollte sich da doch leicht etwas finden lassen. Positiv ist ja schonmal, dass die Hosen alle auf einem Fleck liegen – nicht wie beispielsweise Blazer, wo man bei jeder Marke ggf. fündig werden könnte (oder eben auch nicht). Verkäuferinnen fallen ja hin und wieder in Verzückung. Ach, sie haben so schlanke Beine. Hm, wie können sie das sehen, wenn Hose und Jacke drüber sind? Der Orthopäde freut sich immer über die kräftigen Muskeln. Das passt doch irgendwie nicht zusammen, oder? Egal.

Immerhin konnte ich mit einem Stapel von 5 Hosen in der Kabine verschwinden. Grundsätzlich passen sie ganz gut, nur am Bund sind es etwas 10 cm zu viel Stoff. Eine Nummer kleiner klemmt und kneift überall. Die verzückte Verkäuferin meint ganz begeistert: „Oh, das können Sie wirklich gut tragen.“ Nein, danke. Ich will aber nicht.

Also noch einen anderen Laden probiert. Hier stürzt mir gleich eine Verkäuferin entgegen. Oh, oh, falsche Kundin. Ob es noch ein nettes T-Shirt dazu sein könnte. Oder vielleicht auch eine andere Farbe für die Hose? Und wie wäre es mit einem Gürtel? Oder einem kleinen Täschchen? Nein, nein, nein. Ich brauche schlicht und ergreifend nur eine schwarze Hose.

Naja, ein wenig tun sie mir auch leid, die Verkäuferinnen. Sie werden darauf trainiert, dass jede Kundin gehegt und gepflegt, gehätschelt und getätschelt werden will. Und sie bemühen sich ganz aufrichtig darum, ihrer Aufgabe nachzukommen. Für die meisten mag das ja auch passen. Aber letztendlich freuen sich dann doch alle, wenn ich ihnen mit wenig Aufwand etwas Umsatz verschafft habe. Und ich bin froh, für dieses Mal eine schwarze Hose gefunden zu haben. Ganz ehrlich: Ich habe dann gleich noch eine von der Sorte genommen. Dann dauert es ein bisschen länger, ehe ich mich wieder auf diesen Wahnsinn einlassen muss.

Aber nach wie vor frage ich mich doch, wie man es schafft, das Ganze mit Freude zu genießen. MD meinte schon, dass ich es mit meiner Anti-Einstellung ja von vornherein unmöglich mache, dass ich am Ende nicht genervt bin.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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13 Gedanken zu “Spaß am Shoppen?

  1. Ich war vorhin ebenfalls shoppen. Habe dann aber kein einziges Gewandstück gefunden (trotz 70 Euro Gutschein), weil mir einfach zu viel los war…. Ich zähle dieses „Shoppen“ auch nicht zu meinen Hobbies. Ich tausche mich auch nicht mit Freundinnen über das Ergatterte aus und ich sehe es mehr als lästige Pflicht, der ich nachkomme, wenn es mir an irgendwas gröber fehlt…. 😉
    Ich habe aber ein paar Punkte, die mir das einkaufen gehen doch ein wenig „freudiger“ machen: Ich gehe lieber unter der Woche (weil weniger Menschen), ich schreibe mir eine Liste (damit ich nicht zu lange brauchen muss), ich gehe allein oder mit männlicher Begleitung (damit es zu keinem „Mädl’s-Shopping Bummel wird), ich gehe mit Kopfhörern und Musik ins Center, ich esse vorher (um Grant zu vermeiden) und nehme mir was zu trinken mit und setzte mich oft hin, um eine Verschnaufpause zu machen 😀 Vielleicht kannst du mit manchen Punkten auch etwas anfangen 🙂

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    • Liebe Nicole,
      vielen Dank für Deine vielen hilfreichen Tipps.
      Ist bestimmt eine gute Idee zu versuchen, es häufiger in der Woche hinzubekommen. Das definitiv. Und meinen Mann nehme ich immer mit. Manchmal wird er dann gefragt, ob ich das dann auch kaufen darf – heute zum Beispiel wegen der zweiten Hose. Naja, das war dann doch ein Lächelpunkt.
      Und meist gönnen wir uns dann hinterher auch eine Cappuccino oder so. Aber interessant, sich erstmal den Cappuccino zu gönnen und sich dann „an die Arbeit“ zu machen. Danke :-))
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

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  2. Ich finde shoppen nur gut, wenn ich in der richtigen Stimmung dazu bin. Das passiert so ungefähr einmal im Jahr. … sonst gehe ich auch gezielt los und lasse Verkäuferinnen an mir verzweifeln. Es geht Dir also nicht nur allein so.

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  3. Shoppen zum Vergnügen und so nebenbei mal beim Bummeln kann ja noch ganz amüsant sein, aber Powershopping – d.h. unbedingt was finden wollen, weil man was braucht, so wie ich ein Kleid für einen bestimmten Anlass, das ist wahrlich ein Graus, weil man ja nie was findet.
    Aber sag mir bitte mal, wo du einkaufen gehst, dass die Verkäuferinnen so um dich rum schwirren? Meistens sind die doch nur mit Ware aufräumen beschäftigt oder gar nicht vorhanden, wenn man sie mal brauchen könnte! Die letzte super Beratung hatte ich in Berlin in einem Kaufhaus, wo mir die Verkäuferin auf Anhieb zwei super Hosen gebracht hat und ich beide sofort gekauft habe.

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    • Liebe Sigrid,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Heute waren wir bei Brax. Wir waren wirklich kaum zur Tür rein, da kam eine Verkäuferin und wich mir im Grunde nicht mehr von der Seite. Auch bei Weingarten gibt es diese hilfreichen Seelen.
      Aber Du hast recht, im Kaufhaus läuft man nicht diese „Gefahr“. Dafür finde ich dort noch weniger.
      Na, für eine Weile habe ich ja jetzt erstmal Ruhe 😉
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

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      • Ha, ha BRAX. Genau so eine Hose habe ich gekauft in Berlin, weil die haben verschiedene Passformen, was ich gut finde. Und wenn man in die Filialen rein geht, dann gibt’s in der Tat diese hilfreichen Seelen. Soll ja wohl auch so sein. Die meisten schimpfen doch über die „Dienstleistungswüste Deutschland“.
        Grüße nach Weingarten!

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      • Mache ich – aber hoffentlich nicht zu bald 😉
        Und wer diesen Service mag, soll ihn auch umgänglich genießen. Mir wäre da halt ein bisschen weniger lieber. Aber glücklicherweise sind wir ja alle verschieden.

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  4. Ich hasse shoppen gehen ebenso und noch nie fand ich etwas, was mir diese ab und an notwendige Pflicht erträglich macht.
    Nachher bin ich immer total erledigt und muss mich ewig ausruhen. Diese Menschen, die Luft in den Geschäften, dieses ÜBERANGEBOT bzw. andererseits das UNTERANGEBOT (nämlich, weil man ja kaum das Richtige findet), die unterschiedlichen Gerüche, die vielen Eindrücke und wenn ich dort Kilomenter laufen muss – da kann ich wohl beim Walken ebenso viel laufen und habe meine Ruhe.

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      • So geht es mir auch und wohl sind wir gar nicht alleine damit. Wie ich in letzter Zeit bemerkte, gibt es doch mehr Frauen, die das Shoppen hassen, als ich vermutete.
        Ich wundere mich nur: Wenn ich in Dresden shoppen gehen MUSS (sei es für mich oder den Sohni), dann sehe ich haufenweise aufgedonnerte Frauen mit maskenartigen Gesichtern und der Esprit- Street one – Cecel – H & M – sonstwas aufgezwirbelten Mode (Esprit ist ja gar nicht so schlecht, man darf es eben nur nicht übertreiben – WENIGER ist eben immer MEHR …), dann wundere ich mich, wo die Frauen sind, die NICHT gerne shoppen gehen.

        Ich bin doof:
        Zu Hause natürlich!

        🙂 Pruuuuuuuuuuuuuuuust

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      • Pruuuuuuust.
        Oder sie sind walken/wandern und diskutieren die besten Routen und Wege :-))
        Gibt’s eigentlich was besonderes Wichtiges, was ich mir in 10 Tagen in Dresden auf keinen Fall entgehen lassen sollte?

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