Joyce: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

„Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“
Rachel Joyce
S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 2013

Definitiv kein Buch für graue Herbsttage. Es ist total traurig. Aber man kann auch nicht aufhören, es zu lesen.

Es wird der Lebensweg eines Jungen bis hin zum Mann beschrieben und dabei aufgezeigt, wie die Umgebungsbedingungen einen Menschen kaputt machen können. Ja, wie schon Kinder dazu angehalten werden können, nur den Ansprüchen der Außenwelt zu genügen und gar nicht zu lernen oder gar zu wissen, wer sie eigentlich sind, was sie eigentlich wollen.

Und doch bleibt ein Rest Hoffnung zurück, dass dieses Gefühl für sich selbst nicht ganz weggebügelt werden kann. Wenn man dann doch in eine Umgebung kommt, die von Liebe, Wertschätzung und Achtung geprägt ist, dann kann man doch wieder eine Stückchen von sich selbst finden. Und dann noch ein Stückchen. Und dann noch eins…

Traurig ist und bleibt, wenn ich mir vorstelle, was aus dem Jungen hätte werden können, was für ein tolles Leben er hätte führen können. Und doch bleibt auch ein Stück Überzeugtheit zurück, dass er sein jetziges Leben liebt. Und ist es nicht das, worauf es ankommt? Dass man sein Leben liebt – egal ob Andere sich vorstellen können, dass das ein liebens- oder gar lebenswertes Leben ist?

Ich jedenfalls liebe (inzwischen meist) mein Leben, obwohl ich weiß, dass genügend Leute sich nicht vorstellen können, wie man so leben kann. Ich kann. Ich will. Ich tu es. Immer wieder – auch wenn es hin und wieder schwarze Löcher gibt.

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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