Dresden: Studienzeit

Ich hatte heute wirklich einen total tollen Tag. Wahnsinn.

Am Dienstag auf der Fahrt nach Cottbus hatte ich überlegt, ob ich endlich wieder Kontakt zu meiner Stiefcousine aufnehme. Sie wohnt in Dresden. Sie hatte etwas früher mit dem Studium angefangen als ich. Ihr erster Sohn ist ein Jahr älter als meiner. So haben wir einiges zusammen unternommen, solange ich in Dresden war. Ich dachte, dass wir vielleicht gemeinsam eine Tasse Kaffee/Tee trinken können. Leider hat sie aber im Moment keine Arbeit (aber ab Montag wieder). Und so hat sie gleich ein volles Tagesprogramm hingelegt. Und das Wertvollste: sie hat nicht nach Gründen, Erklärungen und Entschuldigungen gefragt. Ein bisschen was habe ich dann im Laufe des Tages erklärt. Aber ich konnte selbst den Zeitpunkt und den Umfang wählen. Das hat mir sehr gut getan.

Wir haben uns also in der Hotel-Lobby getroffen. Zuerst haben wir uns von der Straßenbahn zum Unigelände fahren lassen. Dort hat mir meine Stiefcousine viele Dinge gezeigt und erklärt. Die alte Mensa ist im Moment Erstaufnahmelager. Ganz ehrlich – ich möchte dort nicht untergebracht sein.

Die Uni hat übrigens Selfie-Points eingerichtet – sogar mit Hinweis, wie die Füße zu stehen haben. Wer das hinkriegt ist geeignet zum Studieren?

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Dann ging es weiter zu Studentenwohnheimen, in denen wir beide gewohnt haben. Hier haben wir uns gegenseitig Dinge erzählt, die die jeweils Andere schon vergessen hatte. Schon interessant.

Weiter ging es zum blauen Wunder, einer Brücke über die Elbe, die wegen ihres ursprünglich blauen Anstrichs ihren Namen bekommen hat.

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Die nächste Station war die Frauenkirche. Ich kannte sie bisher nur als Ruine und Mahnmal an die Bombennacht des 13.2.1945. Fast ganz Dresden wurde zerstört und es brannte Ewigkeiten. Meine Großmutter, die ca. 100 km östlich wohnte, erzählte, dass sie selbst dort noch den brandroten Himmel sahen.

Jetzt ist sie rekonstruiert und feiert in dieser Woche ihr 10-jähriges Jubiläum als neu erbaute Frauenkirche. Um 12:00 gab es eine Orgelandacht, die wir besuchten. Fantastisch.

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Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch nach oben zu klettern. Auch wenn es etwas diesig war, so hatte man doch einen schönen Blick über Dresden.

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Nach einem längeren Mittagsessenschwatz haben wir einen Bummel durch den wieder aufgebauten historischen Kern von Dresden gemacht und fast alle wichtigen Punkte „abgeklappert“. Die, die wir nicht geschafft haben, bleiben für einen nächsten Besuch, bis zu dem ich hoffentlich nicht wieder so viel Zeit verstreichen lasse.

Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt und mich an fast alles sehr gern erinnert. Meine Stiefcousine hat mich dabei nach Kräften unterstützt. Auch an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an sie.

Und nun geht es nach Leipzig – sozusagen meine „sportliche“ Vergangenheit. Oder sollte ich lieber sagen: meine sportlichen Wurzeln?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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