Trauer und Schuld

Du hast etwas verloren. Es ist Dir aus den Händen geglitten. Es ist Dir entrissen worden. Du hast es weggeworfen. Es schnürt Dir die Kehle zu, Du ringst nach Atem, Tränen laufen über Dein Gesicht.

Du hast doch alles versucht, um es zu halten, um es zu behalten, um es zu schützen, um es zu beschützen. Oder nicht? Doch, doch! Nein, da ist etwas, was Du hättest tun können. Du hast es nicht getan. Warum hast Du es nicht getan? Warst Du zu feige? Warst Du zu träge? Warst Du zu kraftlos?

Nun ist es weg. Nie bekommst Du es wieder. Es ist nur Deine Schuld.

Etwas in Dir zerspringt. Es schreit schrill – keiner hört es. Es glüht wie Feuer – keine sieht es. Du hast es verschlossen. Tief in Dir. Niemand wird Deine Schuld sehen, niemand wird Deine Schuld hören. Nur Du siehst sie. Du hörst sie. Du spürst sie. Du trägst sie. Du bist und bleibst schuldig.

So hast Du es verloren – in alle Ewigkeit. So bleibst Du zurück im Meer Deiner Tränen und hoffst darauf, dass es Dich in die Ewigkeit trägt – JETZT.

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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2 Gedanken zu “Trauer und Schuld

    • Lieben Dank. Im Moment weiß ich aber gerade nichts Sinnvolles darauf zu antworten. Es ist allerdings schon eine Art „künstlerischer“ Verarbeitung – in der Hoffnung, dass es bei der realen Verarbeitung hilft. Na, ich glaube schon. Sonst würde ich es wohl nicht tun.

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