Berlin, Berlin

MD hat ab morgen dienstlich in Berlin zu tun. Ich habe ab Freitag wieder Ausbildung in der Nähe von Berlin. Also haben wir kurzerhand entschieden, einen gemeinsamen Nachmittag in Berlin zu verbringen.

„Zentrales  Ziel“ war der Fernsehturm. Wir hatten für 15:00 Karten bekommen, die auch Kaffee und Kuchen im Restaurant dort oben enthielten.

Los ging es mit dem Flieger. Und irgendwie stehen wir ja beide mit dem Security Check auf Kriegsfuß. Bei uns muss man sich in Verbrecherpose vor versammelter Mannschaft durchscannen lassen. Irgendwas war mit mir mal wieder nicht in Ordnung. In Erwartung, nun mit dieser Schlinge abgescannt zu werden, hatte ich mich in mein Schicksal ergeben. — Wie melodramatisch. — Da griff mir die Dame beherzt in den Schritt und fuhr dann den Reißverschluss der Hose entlang nach oben. Muss man sowas wirklich mit sich machen lassen? Und dann noch vor aller Augen? Okay, ich lebe ja noch.

Nach dem Einchecken im Hotel haben wir uns gleich auf den Weg gemacht. Irgendwo sind wir über einen Laden mit ehemals ostdeutschen Waren gestoßen – „Das Ostpaket“. Was es da nicht für leckere Sachen gibt. Und welch nette Kindheitserinnerungen da aufkamen. Nun, wir (hauptsächlich wohl ich) haben dann auch ein bisschen was eingekauft. Ich war regelrecht beseelt von den hervorgeholten Gefühlen.

Noch ein bisschen Berliner Weihnachtsmarkt und es war Zeit für den Fernsehturn. Das letzte (und einzige) mal war ich dort zu meiner Einschulung. So war doch alles (wieder) ziemlich neu. Zuerst waren wir auf der Aussichtsetage und haben uns rundum umgeschaut. Dann ging’s ins Restaurant. Das Coole ist, dass sich ein Außenring, dort wo die Tische stehen – stetig dreht. Eine volle Umdrehung dauert eine Stunde. Und das Allercoolste war, dass wir sogar einen Tisch direkt am Fenster bekommen haben. MD war völlig hin und weg. Es war sooo anrührend, das mitzuerleben 🙂

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Den Rest des Tages sind wir noch ein bisschen durch das Zentrum gebummelt und haben uns dann die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche angesehen und an einer 15-minütigen Andacht mit Orgelmusik teilgenommen. Ein sanfter Ausklang für einen seeligen Tag.

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Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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5 Gedanken zu “Berlin, Berlin

  1. Ich als Wirtschaftswunderkind hatte mit Berlin so meine Probleme. Das änderte sich auch nichts nach einem diestlichen Aufenthalt in Westberlin Ende der 80iger Jahre. Und nach der Wende, da habe ich die Entwicklungen in Berlin lange nicht registriert, bis ich vor vier Jahren mir Berlin eine Woche angeschaut habe. Erst da könnte ich erkennen, was ich in den 20 Jahren davor verpasst hatte.

    Man sollte die Berliner Luft häufiger schnuppern – nicht nur in berlinluftiger Höhe 😊.

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    • Danke für Deine Worte. Du hast völlig recht – Berlin nur von oben gesehen, ist zu wenig von Berlin gesehen. Wir sind öfter mal im „neuen“ Berlin. Zu DDR-Zeiten habe ich mal 3 Monate hier gearbeitet. Mein erster Besuch in den Westen startete ebenfalls in Berlin. Ich finde es beeindruckend, welche Entwicklung die Stadt seit der Wende gemacht hat. Gern würde ich noch mehr vom Leben im damaligen Westteil erfahren. Das fehlt mir völlig. Und das mit dem Fernsehturm heute war einfach noch offen und war dann wohl einfach mal fällig. Ach, es gibt noch so viele Stellen, die ich mir gern wieder/noch einmal ansehen möchte.

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  2. Mein Sohn studiert in Berlin, da habe ich bei einem Besuch einen Spaziergang entlang der Bernauer Straße gemacht und mir die Geschichten der Berliner Mauer angesehen und gehört. Das war sehr beeindruckend. Der Mauerweg ist beeindruckend

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    • Danke für Deine Berlin-Eindrücke. Ja, all das, was in Erinnerung an die „beiden Berlins“ geschaffen wurde, sollte man sich unbedingt ansehen. Für diejenigen, die diese Zeit bewusst erlebt haben, ist das sicher doppelt beeindruckend. MD und ich haben das sehr unterschiedlich erlebt. Was mir immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen lässt, ist die Vorstellung der Rosinenbomber – aber es gibt vieles mehr, was wirklich tief bewegen kann.

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      • By the way: aller zwei Jahre (wenn ich das recht in Erinnerung habe), gibt des den Berliner Mauerlauf. Es wir einmal die gesamte Strecke der Berliner Mauer abgelaufen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dort mal mitmachen zu müssen. Man kann auch als Staffel teilnehmen.

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