Abenteuer 5 – dritter Tag

Naja, eigentlich war der dritte Tag ja gestern. Aber ich musste erstmal sortieren… Es war einerseits ziemlich spooky, andererseits hinsichtlich der bisher vermittelten Strukturen/Systeme ziemlich verwirrend. Und ich befürchte, dass ich noch nicht alle Verwirrungen auflösen konnte.

Erste Aufgabe des Tages war, mit einer Reise die Struktur bzw. den Aufbau des Jenseits zu erkunden, damit wir uns dort, wenn wir für andere Leute/Seelen arbeiten, zurecht finden. Da ging dann aber erstmal mein Chaos los, weil eine Einordnung in das Universum, wie es uns aus schamanischer Sicht nahegebracht wurde, irgendwie gar nicht passte. So halbwegs hatten wir das dann aber wieder zusammengepuzzlet. Was aber noch offen ist, ist die Frage, wieso wir das wissen müssen. Es wurde sonst immer gesagt, dass dorthin nur Seelen von Toten dürfen, weil es von dort kein Zurück gibt. Und es wurde bisher auch immer gesagt, dass wir die Seelen von Toten nur bis zur Schwelle zum Jenseits begleiten dürfen. Das ist auch das, was ich in einigen Büchern gelesen hatte. Entsprechend ging meine Reise auch ziemlich daneben, weil mein Kopf einfach erstmal das Chaos beseitigen wollte. Schade. Naja, vielleicht ein anderes mal.

Zweite Aufgabe war, zu einem Verstorbenen zu reisen und zu schauen, ob er seine rechten Weg gefunden hat, wie es ihm geht, ob noch irgendwas zu klären wären – und im Zweifel sollten wir unterstützend eingreifen. Ich habe versucht, zu meiner Oma zu reisen. Sie gehörte auch zu denjenigen, die ich lange Zeit nicht mehr besucht hatte. Vor etlichen Jahren war sie gestorben, ohne dass ich sie noch einmal besucht hatte. So dachte ich, wenn es denn funktioniert, könnte ich sie ja um Verzeihung bitten und mich ordentlich von ihr verabschieden. Es wurde ganz anders als gedacht – schon ziemlich gruselig – aber, vorausgesetzt es funktioniert – konnte ich wohl etwas für sie tun. Echt krass.

Letzter Tagesordnungspunkt und auch letzter Punkt dieses Teils der Ausbildung war eine gegenseitige Seelenrückholung nach Sandra Ingerman. Über ihr Buch „Der schamanische Weg in die Tiefe der Seele“ hatte ich mal geschrieben. Ob man es glaubt oder nicht, aber es ist in der Gruppe echt viel passiert. Man konnte wirklich auch Änderungen an den Leuten feststellen, sei es, dass sie danach aufrechter, kräftiger, vielleicht auch würdevoller gegangen sind oder eben „einfach nur“ weicher, entspannter, weniger verhärmt aussahen. Klar, ich hatte das Buch gelesen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich alles glaube, was ich da so lese. Das jetzt allerdings erlebt zu haben, gibt mir doch mächtige Zweifel an meinen Zweifeln auf.

Es passt einfach nicht zu meinem Weltbild, das immer für alles eine logische, rationale Erklärung verlangt. Und wenn dann sowas kommt, dann macht mich das echt wuschig. Natürlich würde ich gern Leuten helfen. Und ich würde schon fast sagen, wenn man solche Fähigkeiten hat, ist man in gewisser Weise auch „verpflichtet“ zu helfen, wozu ich gern bereit wäre. Aber stimmt es denn wirklich? Oder setze ich dann Leuten einfach nur einen Floh ins Ohr und die große Enttäuschung folgt auf dem Fuße? Andererseits habe ich Kleinigkeiten hinsichtlich Heilung ausprobiert – und ob man es glaubt oder nicht, mit Erfolg. Aber es gibt ja 1001 andere Einflüsse, die die Heilung auch verursacht haben können. Also, agiere ich äußerst zurückhaltend und vorerst auch nur im engsten Familien-/Freundeskreis. Vielleicht lassen die Zweifel an den Zweifeln über das Zweifeln mal nach? Ich habe einfach schon zu viele schöne Dinge diesbezüglich erlebt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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