Kharitidi: Das weiße Land der Seele

„Das weiße Land der Seele“
Olga Kharitidi
Paul List Verlag, München, 2013

Was für ein Buch voller Wunder. Und vom Titel und auch vom Inhalt her passte es sehr gut zum meinem Ausbildungswochenende 🙂

Olga arbeitet in einer psychiatrischen Klinik. Auf Bitten ihrer Freundin begleitet sie dieses ins Altai-Gebirge und kommt mit dem dortigen ursprünglichen Schamanismus in Berührung. Sie beschreibt ihre Erlebnisse, ihre Zweifel und ihren Entwicklungsweg. Dazu gehört auch, wie sie versucht, ihre schamanischen Kenntnisse und Fähigkeiten mit ihrer Tätigkeit in der Klinik und den offiziellen Heilmethoden zu verbinden. Das ist nicht immer leicht und schon gar nicht ungefährlich, denn der überwiegende Teil findet noch zu Zeiten der Sowjetunion statt, wo man dafür sehr schnell im Gulag landen konnte.

Kern dieser Art des Schamanismus ist, das eigene Selbst zu finden. Für die Altaier ist das Bjelowodje – der weiße See der Seele. In anderen Kulturen gibt es dafür andere Bezeichnungen, die aber letztlich alle dasselbe meinen. Dort steht ein Wächter (in anderen Kulturen auch als Geisthelfer, Geistführer etc. genannt), der uns mit seinen Fähigkeiten helfen kann, sobald wir ihn entdeckt haben. Er hat eine der folgenden 7 Funktionen: Heiler, Magier, Lehrer, Bote, Beschütze, Krieger oder Vollstrecker (im Sinne von Aufgabenerledigung). Allerdings ist bei vielen Menschen der westlichen Zivilisationen durch die starke Ausrichtung auf die äußere, materielle Welt dieser See verschüttet oder vertrocknet, sodass es nicht leicht ist, ihn zu finden und wiederherzustellen. Aber trotzdem ist es eine lohnende Angelegenheit.

Außerdem wird Olga offenbart, dass es „Lebensregeln“ gibt. Wenn sie nach diesen agiert, wird sie sich schnell spirituell entwickeln können. Die erste Regel wird im Buch auch vorgestellt. Jede Entscheidung soll so getroffen, dass sie fünf Wesenheiten befriedigt: Wahrheit, Schönheit, Gesundheit, Glück und Licht.

Ich habe regelrecht Lust auf mehr bekommen und werde mir demnächst ein weiteres Buch von Frau Kharitidi besorgen (vielleicht zu Weihnachten?): Samarkand.

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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