Faulstich: Das innere Land

„Das innere Land – Bewusstseinsreisen zwischen Leben und Tod“
Joachim Faulstich
Knaur Verlag, München, 2003

DAS ist wirklich ein interessantes Buch. Joachim Faulstich widmet sich dem Thema aus wissenschaftlicher Sicht. Er ist Autor und Regisseur von wissenschaftlichen Fernsehdokumentationen und hat auch zahlreiche Preise bekommen. Hier geht es nun um Todesnähe-Erfahrungen aus wissenschaftlicher Sicht.

Er stellt ganz viele Beispiele vor. Dabei beginnt er mit den Beispielen, die „echte“ Todesnähe-Erfahrungen beinhalten, also Leute nach Unfällen oder bei Operationen. Dann geht er dazu über, Berichte von indigenen Schamanen zusammenzustellen und sie mit den Todesnähe-Erfahrungen zu vergleichen. Auch Berichte von „modernen Menschen“, die mit den Techniken der indigenen Schamanen Trance-Reisen unternehmen, bezieht er mit ein.

Für mich wirklich überraschend und sehr überzeugend ist, dass sich alle diese Erfahrungen sehr ähneln, sowohl in ihren Bildern und Inhalten als auch in den Reaktionen bzw. Veränderungen, die sie in den Menschen, die diese Erfahrungen gemacht haben, auslösen. Echt der Wahnsinn. Einiges davon habe ich schon selbst erlebt. Naja, als naturwissenschaftlich geprägtes Wesen des „modernen Westens“ stellt man ja solche Dinge immer in Frage. Aber wenn man dann hört/liest, dass es eher allgemeine Erfahrungen sind, die andere Leute unter vergleichbaren Umständen auch machen, dann kommt man sich gar nicht mehr so negative verrückt, sondern eher positive ver-rückt vor :-).

Ein wenig ausgelassen hatte ich jetzt Erfahrungen nach langer Meditation oder auch unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen. Dazu hatte ich jetzt nicht den großen Bezug, sodass es nicht DIE Eindrücke hinterlassen hat. Hinsichtlich der bewusstseinserweiternden Drogen muss man sagen, dass sie für diese Erfahrungen nicht nötig sind. Der Nachteil dieser Art des „Reisens in das innere Land“ ist, dass man die „Reise“ weniger steuern kann und zum Teil nicht so viele Erinnerungen an die „Reise“ zurückbleiben. Der Vorteil ist aber, insbesondere für uns „Westler“, dass es mit den bewusstseinserweiternden Drogen einfacher sein soll, die Gedanken loszulassen. Probiert habe ich es noch nicht, würde es aber nicht als Daueranwendung empfehlen. Es ist schon gut, wenn man die „Reise“ noch ein stückweit steuern kann. Das weiß ich nun wieder aus eigener Erfahrung.

Ein weiterer Punkt, der mich besonders beeindruckt hat, ist, dass Joachim Faulstich auch aufzeigt, wie dieses Wissen aus dem „inneren Land“ genutzt werden kann, um sterbenden Menschen und ihren Angehörigen zu helfen. Und er zeigt auch, dass das bereits getan wird. Kontaktadressen dazu sind im Buch genannt. Es ließ mich mit einem recht optimistischen Gefühl zurück.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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