Todsünde versus Tugend – Teil 2

Geiz/Habgier versus Mildtätigkeit

Geiz und Gier sind häufig benutzte Begriffe in unserer Gesellschaft. Sogar ein Werbespruch greift eines dieser Worte auf. Eine geile Todsünde? Grusel.

Vielleicht mögen Geiz und Gier auf den ersten Blick nicht zusammenhängen. Aber ich denke, sie liegen nicht weit auseinander und haben die selbe „Wurzel“, gehen dann aber in verschiedene Richtungen. Geiz will nicht abgeben – Gier will immer mehr haben. Deshalb werde ich im Folgenden nicht zwischen diesen beiden Begriffen trennen.

Jedes Land hat wohl so seine Landstriche, deren Bewohner wegen allzu großer Sparsamkeit verspottet werden. Wann wird Sparsamkeit zu Geiz? Sicher ist die Grenze mal wieder fließend, was die ganze Sache ja nicht unbedingt vereinfacht. Aber einen halbwegs sicheren Schnitt kann man wohl legen, wenn man überlegt, ob diese Sparsamkeit ein Gebot wenig vorhandener Mittel ist oder dazu dient, den Haufen der Besitztümer nicht kleiner – besser noch immer größer – werden zu lassen.

Tja, wo es die eine Seite gibt, da gibt es meist auch die andere. Und zumindest was Sünde und Tugend angeht, soll wohl die Mildtätigkeit das Gegenteil von Geiz und Habgier sein. Für mich gibt es hinsichtlich der Mildtätigkeit zwei wichtige Aspekte. Der eine ist, ob man aus reinem Herzen mildtätig ist. Natürlich ist es für die Empfänger der Mildtätigkeit auf der materiellen Ebene ohne Belang, ob gern oder mit einer abweichenden Absicht gegeben wird. Aber auf der menschlichen Ebene werden es die Empfänger schon merken, ob man gern gegeben hat oder nicht. Und auch für einen selbst wird man mehr Positives für sich zurückbehalten, wenn man gern gegeben hat – aus dem einzigen Grund, wirklich helfen zu wollen. Der andere Aspekt ist, dass man, meiner Meinung nach, auch die Mildtätigkeit übertreiben kann. Das ist spätestens dann der Fall, wenn man sich selbst oder seine nächsten Verwandten/Freunde durch die Mildtätigkeit Fremden gegenüber schadet. Eine möglichst realistische Selbstwahrnehmung könnte dem vorbeugen.

Und damit wären wir eigentlich schon wieder beim Fazit: eine gute Balance wäre nicht verkehrt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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2 Gedanken zu “Todsünde versus Tugend – Teil 2

    • Ich danke Dir herzlich.
      Naja, die spannende Frage ist, wo jede/r die für sich passende Balance findet. Hier könnte sie aus meiner Sicht deutlich in Richtung „Mildtätigkeit“ liegen.
      Die einen gesegneten Weg – auf dem wir uns immer wieder begegnen.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

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