Todsünde versus Tugend – Teil 3

Neid/Eifersucht versus Wohlwollen

Nun, das ist ein sehr kontroverses Thema, insbesondere, was die Eifersucht anbetrifft. Deswegen will ich die Eifersucht mal außen vor lassen. Vielleicht gibt es später mal einen eigenen Blog-Beitrag dazu.

Neid macht gelb oder grün. Und wer will schon gelb oder grün aussehen. Und hässlich macht Neid auch. Man kann es den Leuten meist schon vom Gesicht her ansehen, wenn sie neidisch sind. Sie spucken Gift und Galle und gönnen dem Anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln. Und meist geht es dabei gar nicht um wirklich existentielle Dinge. Aber es geht in der Regel darum, dass ein Anderer etwas hat, was man selbst so gern hätte, es aber nicht bekommt. Wenn man es wirklich wegen fehlender Fähigkeiten nicht bekommen kann, dann ist das natürlich tragisch. Aber ich denke, das sind eher die seltenen Fälle. Meist hat man nicht genug Mut, daran zu arbeiten, es zu bekommen, oder man versagt es sich aus irgendwelchen anderen Gründen. Aber man ist viel zu sehr in seinen Neid verstrickt, um das wirklich erkennen und etwas daran ändern zu können. Manchmal steigert es sich dann dahin, dass man dem Anderen das Haben dieser Sache verleiden möchte oder auch aktiv daran arbeitet, es ihm wegzunehmen.

Dann gibt es aus meiner Sicht eine abgemilderte Form von Neid, den ich manchmal produktiven Neid nennen. Das ist, wenn man bei jemandem etwas sieht, es gern haben möchte, aber davon, dass ein Anderer es hat, angeregt wird, daran zu arbeiten, es auch zu bekommen. Daran sehe ich eigentlich nichts Falsches.

Und wie sieht es mit dem Wohlwollen aus? Ich finde es eigentlich ganz gut, wenn jemand einem Anderen neidlos etwas gönnen und lassen kann. Meist ist das auch mit einer sehr angenehmen Grundstimmung verbunden. Kann man Wohlwollen auch übertreiben? Das sehe ich eigentlich nicht so wirklich. Höchstens, wenn Wohlwollen einen so passiv macht, dass man gar nicht mehr an der eigenen Entwicklung arbeitet.

Muss man nun zwischen Neid und Wohlwollen eine ebensolche Balance finden wie zwischen den letzten beiden besprochenen Sünde-Tugend-Paaren? Ich glaube nicht, dass man – bis auf einige Extremfälle – zu wohlwollend sein kann. Ein bisschen Neid kann manchmal anregend sein. Also wäre es wohl wichtig, hier ein gutes Maß an Neid zu finden, aber nicht im Ausgleich für Wohlwollen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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2 Gedanken zu “Todsünde versus Tugend – Teil 3

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