Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension

„Unterwegs in die nächste Dimension – Meine Reise zu Heilern und Schamanen“
Clemens Kuby
Kösel-Verlag GmbH & Co., München, 2003, 3. Auflage

Also, wer mal so richtig seinen naturwissenschaftlichen Geist verwirren, auf die Probe stellen oder auf seine Flexibilität testen möchte, der sollte dieses Buch lesen oder – noch besser – die entsprechende CD anschauen. Mal ganz ehrlich, ich glaube ja schon an Vieles (meine ich). Aber immer wieder komme ich doch ins Gruseln, wenn sich so manches in keiner Weise mit meinem herkömmlichen Wissen erklären lassen will.

Viele Erklärungen beruhen ja darauf, dass wir unser Unterbewusstsein ansprechen. Und für das Unterbewusstsein ist es ziemlich egal, ob sich Dinge tatsächlich ereignet haben oder man sich diese zum Beispiel in einer Trance (oder auch in einer Hypnose) lediglich vorgestellt hat. Und so kann man über verschiedene Darbietungen das Unterbewusstsein ganz schön verwirren, sodass es entweder Impulse für Korrekturen/Heilungen bekommt oder eben auch sich komplett neu ausrichten muss. Wahrscheinlich kennt jede/r den Placebo-Effekt, der ja auch genau mit dieser Basis erklärt wird.

So kommt es dann auch in dem Buch/Film dazu, dass ein Heiler Operationen ohne Messer vornimmt, aber doch ganz viel Blut läuft. Für die Leute der Gegend ist es egal, dass es letztlich kein menschliches Blut ist, was dort fließt. Unsereine/r würde natürlich sagen, dass das voll der Betrug ist. Und trotzdem wird geheilt. Ist es Betrug, wenn tatsächlich geheilt wird?

Schwerer mit der Akzeptanz fällt es mir, wenn es um irgendwelche energetischen Verbindungen geht. Man sieht nichts, man hört nichts und doch wirkt etwas. Allerdings gibt es auch genügend Leute, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie einfach sagen, was sie denken, dass die Anderen es hören wollen. Aber das lasse ich dann eben aus.

Dritter Aspekt, der in dem Buch und in dem Film betrachtet wird, ist die Einnahme von pflanzlichen Substanzen – vorwiegend bei den amerikanischen Indianern. Das wird ja mehr und mehr auch in Europa modern. Frage wäre nur, warum wir es mit den exotischen Pflanzen versuchen müssen und nicht unsere eigenen nehmen können. Grundlage ist auch hierbei, dass das Denken möglichst weitgehend ausgeschaltet wird und wir an unser Unterbewusstsein herankommen bzw. eben nicht alles, was uns so spontan einfällt, gleich wieder zensieren, weil wir Angst haben, irgendwelchen Außenanforderungen nicht zu genügen.

Summasummarum habe ich das Buch mit wachsendem Genuss gelesen. An manchen Stellen habe ich gedacht: ‚Ja, genau. So kann ich das verstehen.‘ Mit einigen Sachen konnte ich nicht so recht etwas anfangen. Die waren dann doch zu weit von meinem „gewohnten“ Denken entfernt. Und bei manchen hat es mich regelrecht gegruselt zu sehen, dass es funktioniert auch wenn (oder gerade weil) ich keine plausible Erklärung finden konnte.

Und was wirklich schön ist, dass solche Dinge von verschiedenen Kulturen dargestellt werden. Man kann also für sich selbst Vergleiche ziehen. Die Basis und auch die interne Symbolik ist eigentlich immer sehr ähnlich. Die konkreten Ausprägungen sind kulturell geprägt und natürlich auch von der vorhandenen Flora und Fauna bestimmt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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