Camino 2016 – 46. Tag – ziemlich genau 10 km

Fisterra – das (mittelalterliche) Ende der Welt.

Den ganzen Tag über ist schon dicker Nebel, dabei möchte ich heute Abend gern den Sonnenuntergang am Kap sehen 😦

Aber ein wenig hat es sich schon gelichtet, sodass ich guter Hoffnung bin 🙂

An diesem langen, weißen Sandstrand habe ich ausgiebig nach Muscheln Ausschau gehalten. Die Chance, eine wirkliche Jakobsmuschel zu finden, ist äußerst gering. Vermutlich werden alle schon draußen im Meer rausgefischt. Ist schließlich ein einträgliches Geschäft. Man kann sie überall kaufen. Aber zwei Baby-Jakobsmuscheln habe ich doch gefunden.

Allerdings war das wieder ein Weg der Erinnerungen. Oft bin ich mit meiner Mutter an Ostsee-Stränden auf der Suche nach Muscheln gewesen. Es gibt dort ganz Andere als hier. Und die Möwenfedern waren viel kleiner. Trotzdem war das Gefühl da. Und da ich irgendwie immer noch ziemlich nah am Wasser gebaut habe, liefen gleich wieder die Tränen und ich habe nur noch die Hälfte gesehen.

Aber ich habe etwas gefunden, das ich noch nie gesehen habe, das mir aber total gut gefällt. Es hat innen ein Loch. Ich habe keine Ahnung, was es ist, habe es aber mitgenommen. 

Ursprünglich verbrannten Pilger hier immer einen Teil ihrer Sachen, die von der langen Reise verschlissen waren. Ich habe es 2011 probiert: die neumodischen Klamotten brennen nicht. Sie machen nur übel stinkenden Qualm :-(. Also keine Wiederholung.

Ich habe stattdessen auf ein Stück Birkenrinde einen Wunsch geschrieben und die Birkenrinde verbrannt. Möge der Wunsch wie Phönix aus der Asche auferstehen und sich realisieren. Allerdings war das Verbrennen bei dem Wind nicht so einfach. Es hat vier Anläufe gebraucht. „Anzünder“ waren Papierservietten.

Übrig blieb ein Häufchen Asche, das ich im Sand vergraben habe.

Und endlich hat mich die Gier ein Foto machen lassen, bevor die Churros verschlungen waren 😉

Baum des Tages: ist das ein Busch, der gern ein Baum sein möchte, oder eher ein Baum, der sich als Busch getarnt hat?

Wir sehen uns auf dem Weg. 

Let’s go! 

Belana Hermine 

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2 Gedanken zu “Camino 2016 – 46. Tag – ziemlich genau 10 km

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