Camino 2016 – Heimreise

Grau-in-grau verabschiedet sich Santiago. 

Eigentlich hatte ich gestern Abend nach dem Vollmond gesucht. Eine Woche nach zunehmendem Halbmond müsste er doch voll sein, oder? Aber er war wohl hinter den Wolken versteckt.

Anscheinend soll man gewisse Erlebnisse auf einem Camino nur einmal haben. Die Herberge der Franziskaner war zu, sodass es auch keine Taize-Andacht gab. Schade :-(. Die Erinnerung an das letzte Mal bleibt. Die deutschsprachige Messe heute Morgen wurde von einem anderen Pfarrer durchgeführt. Obwohl er deutlich jünger war als der letzte, war alles deutlich strenger angelegt. Es gab eine Belehrung, wie die Hostie entgegenzunehmen sei, und eine Aufzählung der Voraussetzungen, um am Abendmahl teilzunehmen. Obwohl der Pfarrer betonte, dass es ja nur diese einfachen drei Voraussetzungen wären, waren sie eher ausschließend als einladend. Schade, schade :-(. Aber es bleibt eine gute Erinnerung an das letzte Mal.

Nun geht es aber wieder zurück in die Zivilisation. Und dieser Weg führt über eine Rolltreppe, die ich beinahe hochfalle. Da sind gleich wieder ganz ungewohnt gewordene Balance-Akte gefordert ;-).

Ein interessantes Bild ziert den wohl deutlich überdimensionierten Flughagen von Santiago. 

Und es gibt ein Modell der Kathedrale wie sie aussah, bevor die Umbauung in einem ganz anderen Baustil angelegt wurde. Im Innern der Kathedrale ist das an einigen Stellen deutlich zu erkennen. 

Aber alles geht ganz easy und ruhig vonstatten. Da gab es nichtmal was zum Aufregen beim Security Check ;-).

Umsteigen in Mallorca ist schon nicht mehr so witzig. Ich habe eine lange Umsteigezeit, darf aber erst 3 Stunden vor Abflug durch den Security Check. Da heißt es also, sich gedulden. Also probiere ich, ob me Verstand schon wieder bereit ist, sich mit Inhalten der anstehenden Klausur auseinander zu setzen. Ist er :-). Geschick tirili. So lässt sich der Trubel und Stress doch ertragen.

Mallorca ist wohl eines der Flughafendrehkreuze von Spanien – wie Frankfurt oder München in Deutschland. Entsprechend viel ist hier los. Aber müsste nicht der Großteil derer, die aus Spanien herausfliegen auf dem Rückweg vom Urlaub und entsprechend gechillt und relaxed sein? Ich habe eher den Eindruck in einen Strudel aus Zank, Streit und Stress geraten zu sein. Oom.

Damit erkläre ich also meinen Camino 2016 endgültig als beendet und mich in der Zivilisation (zurück) angekommen. 

Wünsche Euch allen ein geruhsames Wochenende. 

Wir sehen uns auf dem Weg. 

Let’s go! 

Belana Hermine 

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11 Gedanken zu “Camino 2016 – Heimreise

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