Shikoku

Vielleicht hat sich der/die Eine oder Andere schon gefragt, wie es nun wander-/pilgertechnisch bei mir weitergehen würde.

Bisher war es immer so, dass am Ende eines Weges immer noch genügend Wege offen waren, die ich gern gehen würde. Das waren nicht nur Pilgerwege, sondern durchaus auch „richtige“ Fernwanderwege. Und natürlich sind davon immer noch viele offen.

Aber diesmal gab es schon auf den letzten Etappen zwei Stimmen, die sich eine ziemliche Streiterei lieferten. Eine eher verärgerte, frustrierte, die auf der Suche nach dem Platz an der Wand war, wo man den Nagel einschlagen könnte, um die Wanderschuhe endgültig dranzuhängen. Und es gab ein kleines, feines Stimmchen, dass da meinte, dass es doch noch… Letztlich blieb das Resultat offen. Glücklicherweise, muss ich vielleicht sagen, obwohl solche Entscheidungen ja nie unumstößlich sind.

Aber ich war gerade 24 Stunden (ja, gaaanz ehrlich) zu Hause, da erreichte mich diese WhatsApp-Nachricht von MD (er war gerade dienstlich in Japan): „auch in Japan gibt es Pilgerwege“. Er schickte auch gleich einen Link mit herrlichen Bildern mit.

Es handelt sich um den Pilgerweg der 88 Tempel auf der japanischen Insel Shikoku. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann einen ersten Blick in Wikipedia wagen.

Sofort erinnerte ich mich, dass ich 2012 auf der via de la plata ein paar Aufkleber dieses Weges gesehen und sogar ein Foto gemacht hatte, um es nicht zu vergessen. Nur mal so, für später vielleicht ;-). Aus dem aktiven Gedächtnis war das aber schon lange verschwunden – nun ist es wieder höchst präsent. Ich bin voll angefixt. Tja, alles hat wohl seine Zeit :-).

Natürlich weiß ich nicht, wann ich diesen Weg werde gehen können. Es sind eine Menge Vorbereitungen nötig.

So will ich einen solchen Weg nicht gehen, ohne ein paar Brocken der Sprache zu beherrschen. Ich möchte mich wenigstens angemessen bedanken können, ich möchte nach dem Weg und nach einer Unterkunft fragen können. Und wenn man sich so ein klein bisschen mit den Leuten unterhalten könnte, wäre das echt was Feines. Aber Japanisch???

Außerdem stellt sich für mich die Frage, inwieweit das Pilgern auf christlichen und auf buddhistischen Pilgerwegen vereinbar ist. Wenn ich es nur vom sportlichen Aspekt her sehe, dann gibt es da sicher gar nichts zu fragen. Aber dann gibt es auch 1000 andere Wege, die ich gehen könnte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einiges, was ich auf dem diesjährigen Weg gelernt habe, schon die Antwort beinhaltet. Aber dazu später mehr bei einem nächsten Artikel zu meinen Lernerfahrungen.

Grundsätzliches weiß ich über den Buddhismus. Aber um diesen Pilgerweg in Gänze zu verstehen und zu nutzen, muss ich da wohl noch viel mehr wissen – insbesondere über die praktischen Dinge, welche Rituale mit welchem Sinn gemacht werden, die Gottheiten und ihre „Aufgaben“ etc.

Na, alles in allem jedenfalls eine höchst spannende Angelegenheit. Schade, dass ich jetzt noch zwei Klausuren offen habe. Aber die müssen erstmal vom Tisch, ehe neue Projekte ernsthaft angegangen werden können. Trotzdem werde ich unter dem Schlagwort „Shikoku“ (siehe auch in der Menü-Leiste) regelmäßig über meine Vorbereitungen berichten.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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