Camino 2016 – 4. Fazit

Jetzt geht es weiter mit der Frage, was ich auf dem Weg gelernt habe.

Heute das 4. Fazit: Jeder Weg tut mir gut.

Vielleicht ist das jetzt nicht DIE Erkenntnis, aber für mich ist sie trotzdem wichtig. Schließlich ist es ein Hinweis darauf, was ich versuchen sollte, mir öfter zu ermöglichen. Im letzten Jahr war ich nicht wandernd unterwegs und habe das dann auch an einer Art überschüssigen Energie, einer inneren Unruhe und Angespanntheit gemerkt.

Die Frage ist natürlich, WAS mir daran gut tut.

Durch den überwiegend gleichen Rhythmus der Schritte und die zum Teil sehr gleiche Landschaft gerate ich hin und wieder in einer Art Trance, zumindest aber in eine Meditation. Dabei kann der Geist wirklich entspannen, ausruhen, zur Stille kommen. Das zieht sich bis in den Brustraum, bis zum Herz und macht es auf und empfänglich. Das wäre so der „spirituelle“ Anteil am gut-Tun.

Aber es tut auch körperlich gut. Beim Wandern verbrennt man natürlich etliche Kalorien – ganz nebenbei. Und auch wenn man mehr isst als gewöhnlich, hat man die Chance abzunehmen, was letztlich auch eine Art Reinigung des Körpers von innen ist. Die viele frische Luft (zumindest wenn man nicht gerade an den Straßen entlanggehen muss), durchflutet die Lungen und macht sie frei und weit. Die Muskeln werden stärker. Ich fühle mich erfrischt und voller neuem Tatendrang.

Wenn ich mir meine Wege so „ansehe“, dann würde ich sagen, dass diese Effekte zwar mit der Zeit immer wieder ein Stückchen nachlassen, aber nie ganz zurückgehen. Ich fange also jeden neuen Weg auf einem „höheren Niveau“ an. Im Moment bin ich noch ganz voll von diesem Guten des Weges.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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10 Gedanken zu “Camino 2016 – 4. Fazit

    • Liebe Lu,
      vielen Dank für Deinen tollen Kommentar.
      Vielleicht gibt es ja zwei verschiedene Arten der Geh-Meditation: eine, die über die Gleichförmigkeit funktioniert, und eine, die über die Langsamkeit und Achtsamkeit auf jede klitzekleine Bewegung funktioniert. Wäre mal interessant herauszufinden, ob sich die Erkenntnisse, die man aus diesen verschiedenen Formen erlangen kann, eher unterscheiden oder eher ähneln.
      Kann ich stolz auf mich sein? Ich weiß nicht recht. Ich habe wohl so meine Schwierigkeiten mit „Stolz“. Muss man sich dafür nicht angestrengt haben, an seine Grenzen gegangen sein? Mir macht es doch aber Spaß, es tut mir gut und eigentlich bin ich immer ein wenig traurig, wenn es dann vorbei ist 😉
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt 2 Personen

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