Scheidung

​Scheidung

Kein Wort
Kein Blick
Kein Gruß

Er dreht sich um
— Geht —
Unter ihren fragenden Augen

Entsetzen
Trauer
Enttäuschung

Hass keimt auf
Lodert in ihr
Zerfrisst ihr Herz

Ergießt sich über das Gemeinsame
Verbrennt es zu Asche
Die der Wind verweht

Sie kämpft dagegen
Bis zur Erschöpfung
— Vergebens —

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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22 Gedanken zu “Scheidung

    • Liebe Monika-Maria,
      ich danke für Deinen zugewandten Kommentar. Letztlich frage ich mich aber, wieso diese Erinnerungen schmerzvoll sein müssen. Warum schaffen wir es nicht, die Dinge, die positiv waren, auch als positiv in Erinnerung zu behalten, und sie nicht, nur weil es eben gerade mit diesem Menschen nicht geklappt hat, schlechte zu machen. Oder geht nur mir das so und ich sollte überlegen, wie ich anders damit umgehen kann?
      Ansonsten: Ist gerade nichts Aktuelles, nur etwas Zusammengetragenes der Vergangenheit und Vor-Vergangenheit. Ob es geheilt ist, kann ich trotzdem nicht mit Sicherheit sagen.
      Die auch viel Segen und Licht für eine gute, neue Woche.
      Belana Hermine

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      • Liebe Belana Hermine,
        ich meinte nicht dass man aus positiven Erlebnissen, negative machen sollte, sondern dass es wenn bereits eine Ent-SCHEIDUNG ins Haus steht auch schon vieles vorgefallen ist was mit Schmerz behaftet war. Alles ist gut weil es ist und nichts ist umsonst.
        Gerade heute habe ich mit einer lieben Freundin über unsere Scheidung vor zehn Jahren gesprochen und gesagt, dass wirklich alles verheilt ist, dass ich wahrhaftig froh bin, dass alles so gekommen ist, denn ich bin wahrhaftig frei geworden. Ich wollte dir oder auch niemand anderem zu nahe treten.
        Es waren einfach meine Erfahrungen ….
        LG M.M.

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      • Oh, meine Liebe, Du bist mir ganz und gar nicht zu nahe getreten. Ich finde es doch gut, wenn man sich über die Kommentare über diese Themen austauschen kann.
        Meine Antwort sollte nicht bedeuten, dass Du das gemeint hast. Ganz und gar nicht. Es ist das, was mir passiert, selbst wenn ich dagegen ankämpfe. Geht das Anderen auch so? Gibt es „Mechanismen“ dafür, es erfolgreich zu verhindern? Gern würde ich die guten Erlebnisse in guter, nicht bitterer Erinnerung behalten.
        Sei gesegnet.
        Liebe Grüße
        Belana Hermine

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      • Ich denke und glaube aus Erfahrung zu wissen, dass verzeihen und vergeben ein Prozess ist. Ein Prozess der mehrere Stadien durchläuft, durchlaufen muss. Mensch kann nicht zu jeder Zeit verzeihen, oder verzeihen weil es nach Meinung anderer *an der Zeit* wäre. Auch dafür muss der rechte Zeitpunkt sein und die Zeit reif dazu sein. Ein wesentlicher Punkt denke ich liegt daran zu erkennen und es sich bewusst zu machen, dass man in jedem Fall von Konflikten eher verzeihen kann, wenn man sich eingesteht, dass man selbst auch nicht ohne Fehler ist. (Ich meine jetzt nicht deinen speziellen Fall, sondern allgemein.) Wer wirklich ehrlich und reflektiert zu sich steht, muss zwangsläufig sich dessen bewusst werden oder sein. Erst wenn ich erkenne, dass auch ich selbst schon verletzt, beleidigt und unrechtmäßig agiert habe, dann fällt es einfach leichter verzeihen zu koennen, den in dem Moment des Erkennens wird deutlich, dass eben das auch anderen Menschen passiert und dass Fehlverhalten nicht immer oder in den wenigsten Fällen bewusst und absichtlich war.
        Des weiteren kommt hinzu, dass eben nicht alle Menschen zur gleichen Zeit den selben Wissenstand und geistige Reife haben. So sieht eben auch nicht jede/r die Angelegenheiten aus gleicher Perspektive und mit gleicher Wahrnehmung.So sehe ich das.
        Segen dir.

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      • Liebe Monika-Maria,
        ich danke Dir sehr für Deinen ausführlichen und anregenden Kommentar.
        Interessant finde ich den Aspekt, dass Verzeihen sich nicht nur auf die Einstellung zu der Person, sondern auch zu den mit ihre erlebten Dingen auswirkt, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. So habe ich das noch nie gesehen. Da werde ich nochmal genauer hinsehen.
        Viele Liebe und Segen für Dich
        Belana Hermine

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  1. Ich habe 2 Scheidungen hinter mir… bei der einen mache ich mir heute noch (nach ca. 45 Jahren) bittere Vorwürfe, bei der anderen könnte ich mir selbst heute noch zuprosten!
    Aber beide haben eins gemeinsam… man kennt sich nicht, man hat sich noch nie gesehen…
    LG… so ist das Leben..

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    • Lieber GiTo,
      herzlichen Dank. Ja, so ist das Leben. Trennungen sind nicht unbedingt ungewöhnlich. Definitiv lernt man aus allen etwas, egal ob man es hinterher bereut oder nicht. Manchmal war man ja nichtmal selbst der Auslöser, wenn man auch immer am Gesamtprozess beteiligt war. Ich würde halt nur gern die guten Erlebnisse in guter Erinnerung behalten können. Und das fällt mir in bestimmten Zusammenhängen schwer.
      Liebe Grüße und einen netten Tag
      Belana Hermine

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      • Mir geht es ähnlich.. aber ich nehme die schlechten Erinnerungen auch an, weil sie einen gewichtigen Anteil an meinem heutigen „sein“ haben…
        Jemand aus meiner Familie lügt sich seine Vergangenheit selbst zusammen, (sie nennt das abgehakte Verarbeitung) und schadet damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere.
        Manche lernen es eben nie!?
        LG

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      • Ja, die schlechten Erfahrungen gehören definitiv mit dazu. Meist lernt man aus denen am meisten. Aber die guten hätte ich eben gern als gute belassen. Naja, da muss ich wohl noch ein wenig in meinem Kopf aufräumen, wenn es mir schon so schwer fällt, es angemessen auszudrücken/aufzuschreiben.
        Liebe Grüße
        Belana Hermine

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  2. Wurde nun doch sehr neugierig, weshalb ich in deinem Blog gelandet bin und finde alles sehr interessant was du hier schreibst!
    Habe auch schon sehr vieles im Leben erlebt, gelebt und durchstanden…. wozu auch eine Scheidung gehört.
    War damals jedoch einfach nur zu jung, verstand so vieles im Leben und Lieben noch nicht und habe diesen Schritt auch nie bereut!
    Liebs Grüßle und ein schönes Wochenende wünsche ich von Herzen! 😉

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    • Liebe Hanne,
      wahrscheinlich finden im Netz einfach die zusammen, die irgendwie „zusammen gehören“ – aus welchen Gründen auch immer.
      Meine Scheidung liegt auch schon „Äonen“ zurück. Was tut man nicht alles, wenn man jung und unerfahren ist und meint, sich nach den Wertvorstellungen von Familie und Gesellschaft richten zu müssen. Bereut habe ich es auch nicht.
      Vielleicht ist das aber auch ein kleiner Grund für mein „streitbares“ Wesen („rauh aber herzlich“)?
      Liebe Grüße und ein nettes Wochenende
      Belana Hermine
      PS: Herzlich Willkommen hier – Dein Blog sieht auch interessant aus. Ich bleibe gespannt 🙂

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  3. Ich habe zwar noch keine Scheidung hinter mir, aber erst vor ein paar Tagen eine Trennung. Nach knapp 1,5 Jahren hat er sich getrennt.
    Übrigens verstehe ich das gut mit den schönen Erinnerungen, die negativ werden. Ich habe das selbst gerade. Jede schöne Erinnerung versetzt mir einen Stich ins Herz, da es einfach nur weh tut.
    LG Miss Mia

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