Wie ist das mit den Renzensionen?

Vor reichlich einer Woche hatte ich mich beim Bloggerportal angemeldet. Da ich ja sowieso (normalerweise dienstags) darüber schreibe, wie mir ein Buch gefallen hat, das ich gerade gelesen hatte, dachte ich, könnte ich das ja auch mal auf „offiziellere“ Füße stellen.

Ich bekam auch sehr zügig drei Rezensionsexemplare zugeschickt, worüber ich mich gefreut hatte, worüber ich aber auch ein wenig überrascht war, weil es so schnell ging. Gelesen ist sowieso immer schnell. Also stand die erste „offizielle“ Rezension an. Da merkte ich dann, dass das doch etwas Anderes ist, als einfach mal so über ein Buch zu schreiben. In gewisser war ich nun verpflichtet, über das Buch zu schreiben. Man kann allerdings auch sagen, dass man ein Buch, das man geschickt bekommen hat, nicht rezensieren möchte. Trotzdem war es doch eine Art Verpflichtung. Und es musste „ordentlich“ werden, denn nun würden es die Leute vom Verlag ansehen (und bewerten!). Ich fühle mich aber nicht gedrängt, ausschließlich positiv über ein Buch zu schreiben.

Also habe ich mich ein wenig umgesehen, wie es Andere machen, z. B. Ulrike Sokul von Leselebenszeichen, deren Rezensionen mich immer sehr ansprechen. Es wird überwiegend sehr sachlich über die Bücher gesprochen, meist über Inhalt. Viele geben auch einen kleinen Hinweis darauf, ob sie das Buch zum Lesen empfehlen oder nicht.

Deshalb habe ich mich dann entschlossen, meine Rezension in „Kapitel“ zu unterteilen. Am Anfang stehen die „technischen“ Daten und das Cover. Danach kommt eine Zusammenfassung des Inhalts. Auf meine eigenen Leseeindrücke wollte ich aber nicht verzichten, weil mir diese bei meinen bisherigen Blogbeiträgen über Bücher besonders wichtig waren. Sie stehen gekennzeichnet in einem separaten Abschnitt, sodass man sie auch überspringen kann. An das Ende habe ich ein Fazit gesetzt, in dem ich versuche auszudrücken, was ich aus dem Buch mitgenommen habe und für wen das Buch vielleicht interessant sein könnte. Mir fällt es schwer, eine Bewertung im Sinne einer Anzahl von Sternen, Punkten, Büchern oder was auch immer zu geben. Das ist doch sehr subjektiv.

Nun bin ich erstmal froh, dass die erste Rezension „draußen“ ist. Der Nachschub an neuen Büchern gestaltet sich allerdings etwas schwierig. Bisher stehen alle weiteren Wünsche, die ich geäußert habe, „in Prüfung“, zwei sind schon abgelehnt worden. Na, schauen wir mal.

Eine Bitte an Euch, liebe Leser hätte ich allerdings:
Ich würde mich sehr über Eure Anregung dazu freuen, wie Ihr Euch eine gelungene Buchrezension vorstellt – was sollte drin sein, wie (wenn überhaupt) sollte sie gegliedert sein, wie viel Subjektives darf enthalten sein etc. etc. Ich danke Euch schon jetzt recht herzlich.

Ich wünsche allen einen lesefreudigen Sonntag.

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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15 Gedanken zu “Wie ist das mit den Renzensionen?

  1. Eine REZENSION ist m. E. immer subjektiv.
    Nachstehend zwei meiner VERSUCHE aus 2014 / 2015 :
    + ULTRAVIOLETT und + LIVE! POET auf der Bühne
    sowie
    + Nur einen ATEMZUG, einen KUSS entfernt
    __________________________________________

    Zwei Bücher – eine Rezension
    Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag

    Da liegen sie, die beiden kleinen Bücher, von einem, – mir nur virtuell -, Bekannten geschrieben.

    Christoph Aschenbrenner –
    hat sein Geschriebenes beim SONDERPUNKTverlag herausgebracht. Ein gespenstisches Bild werfen mir seine Texte, – in zumeist nur kurzen Sätzen gefasst -, entgegen.
    ‚Ultraviolett‘ bezeichnet er an irgendeiner Stelle, die von ihm erkannte „Dazwischen – Existenz“ zwischen Realität und Traum. Das erinnert mich an die Tagebücher meines Großvaters, der dort über sein „Inweltsein“ nachgedacht hat, der Vergegenwärtigung des Seins im Geist.

    Mit dem Namen ‚Aschenbrenner‘ verbinde ich die Vorstellung, dass es ihm noch nicht genug war, dass seine Gedanken lodernd gebrannt haben.
    Nein. Mit dem Verbrennen der Asche will er seine Gedanken noch einmal aufflammen lassen, um diese so erneut für sich aufzuwerten. Und das in einem Verlag namens ‚SONDERPUNKT‘; schon sonderbar.
    Dass für sein geistiges Wirken nun auch noch ‚SEMIKOLON‘ von Bedeutung ist, erhöht für mich den Grad des Sonderbaren seiner Gedankenwelt erst recht; aber im Positivem.
    LIVE! Er sitzt auf der Bühne und liest vor einem Publikum seine aufgewerteten Gedanken bei ultraviolettem Licht. Er sucht die Nähe der Zuhörer durch seine Sprache und will doch optische Distanz durch seine selbst bestimmte Bühnenbeleuchtung :

    ULTRAVIOLETT –
    seine MOMENTAUFNAHMEN live präsentierend !
    ___
    (C) PachT

    ***
    ___
    Buch Nr. 3 : “ Nur einen Atemzug. einen Kuss entfernt “
    Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag
    – eine Rezension [PachT]

    Da liegt es, das dritte Büchlein, von einem, – mir nach wie vor nur virtuell -, Bekannten geschrieben: Christoph Aschenbrenner.
    Er hat seine Geschichten erneut beim SONDERPUNKTverlag herausgebracht. Das Titelbild, – eines seiner SONNTAGSBILDER bei „Blog.de“ -, und der Titel lassen mich neugierig beginnen zu blättern.
    Immer mal wieder, – also nicht systematisch, sondern nach dem Zufallsprinzip -, lasse ich eine Begebenheit vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Manches muss ich zwei Mal lesen. Die einzelnen Kapitel hätte man, – einfach von mir so gefühlt -, durchaus auch in anderer Rei-henfolge anordnen können.
    Auch in diesem dritten Exemplar seiner geistigen Widerspiegelungen
    fasziniert mich sein Können der „kurzen Sätze“.
    Seine schon von ihm früher erkannte „Dazwischen – Existenz“ zwischen Realität und Traum findet hier seine, – wahrscheinlich auch gewollte -, Fortsetzung.
    Meine jahrelang virtuellen Beobachtungen lassen seine einleitende Klarstellung in der vorgelegten Lektüre glaubhaft erscheinen, dass „auch autobiographische Züge“ enthalten sind. Dass er nicht verraten will, wo diese zu finden sind, ist sein gutes Recht. Aus meiner Sicht braucht er dafür auch keine nähere Begründung abzugeben, weil sich m. E. sein Leben wie ein roter Faden durch die zwei Teile und deren zehn Kapitel zieht. Warum auch nicht ? Das lässt die Wahrhaftigkeit seiner „stillen Poesie“ glaubhaft erscheinen.
    ___
    (C) PachT

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    • Ganz, ganz lieben Dank für Deine Beispiele. Sie gefallen mir sehr gut – vor allem, wie Du Deine eigenen Gedanken/Gefühle mit sachlichen Informationen verbindest – toll. Na, da habe ich ja noch großes Entwicklungspotenzial 😉
      Viele Grüße
      Belana Hermine

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  2. Die Rezensionen von Ulrike Sokul lese ich auch gerne. Wie ich daran das kommt immer auf das Buch an. Meistens sind es ja japanische Romane und da helfen mir oft die englischen Buchbesprechungen. Da kommt mir so eine Idee die ich dann umsetze. Ein festes Konzept habe ich nicht, bei mir kommt es immer auf das Buch an.

    Gefällt 2 Personen

  3. Liebe Belana Hermine,

    wichtig wäre mir bei einem Blogbeitrag immer die persönliche Haltung des Rezensenten. Das darf auch sehr subjektiv sein. Inhaltsangaben – nur knapp (findet man ja ohnehin sehr leicht online, man kann aber auch Gefahr laufen, dem Leser zu viel zu verraten). Nicht sparen am Lob wie an der Kritik. Besonders wichtig wäre mir (meine persönliche Ansicht) auch, daß man als Leser etwas entdeckt bzw. vorgestellt bekommt, was einem nicht durch große Zeitungen und Literaturportale ohnehin ständig vor die Nase gehalten wird.

    Es ist ein Vorteil und sogar „Privileg“ der Literaturblogs, sich wie „Trüffelschweine“ auf die Schätze und Kostbarkeiten der kleineren und kleinsten Verlage zu stürzen – und zu entdecken, daß inhabergeführte Kleinverlage oft ganz Großartiges publizieren. Kleine Verlage sind übrigens auch sehr aufgeschlossen für Blogger!
    Beispiele?

    1) http://www.edition-azur.de/de/49/aktuelles.html
    2) http://wehrhahn-verlag.de/
    3) http://elsterverlag.ch/
    4) http://www.mirabilis-verlag.de
    5) http://www.peter-hammer-verlag.de
    6) http://www.jungundjung.at
    (… mal eine Auswahl von kleinen Verlagen, deren Bücher mir in letzter zeit schöne Lesemomente bereiteten…)

    Hoffe, ich konnte ein paar nützliche Dinge sagen und wünsche viel Freude am Schreiben!

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    • Lieber Flarnold,
      herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, der sehr hilfreich ist. Vor allem aufschlussreich war der Hinweis, dass es genug Ausführungen zum Inhalt gibt. Eigentlich klar, aber ich habe mir das nicht so bewusst gemacht.
      Lieben Dank auch für die Hinweise zu den kleineren Verlagen. Da werde ich mich gleich mal umsehen. Man würde dann einfach eine Mail schicken und um ein Rezensionsexemplar bitten?
      Viele Grüße
      Belana Hermine

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  4. Für mich ist vor allem wichtig das die Rezension in Abschnitte/Kapitel unterteilt sind! Sonst hab ich meist nie Lust die langen Texte zu Lesen, oder kann direkt zu den Abschnitten gehen die mir wichtig sind und die anderen nur überfliegen 🙂

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  5. Hi, bin auch seit einiger Zeit beim Bloggerportal angemeldet.
    Nachdem ich mir meine Bücher vorher immer selbst gekauft und auf meinem Blog vorgestellt habe dachte ich mir, dass eine Anmeldung beim Bloggerportal eine gute Idee ist.
    Im Endeffekt eine Win/Win-Situation – ich bekomme die Bücher kostenlos, die Autoren bekommen eine hochwertige Rezension – wobei ich keinen Unterschied bei der Bewertung mache ob ich das Buch selbst gekauft oder als kostenloses Rezensions-Exemplar erhalten habe. Das ist mir schon wichtig!!
    Mittlerweile habe ich vier Rezensionen bei Bloggerportal hochgeladen.
    Ich mache das jetzt so, dass ich zweimal/Monat ein Buch und einmal/Monat eine CD rezensiere und auf meinem Blog publiziere…
    Seit ich diese Regelmäßigkeit auf meinem Blog habe werden die Leser_Innen auch laufend mehr.
    lg Chris

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