Wünschen ist ja erlaubt

Manchmal wünschte ich mir, dass da einer daher käme und mich aus diesem zähen, schwarzen, ziehenden, schmatzenden Schleimsumpf herausziehen würde. Dann würde er mich unter die Dusche stecken, bis aller Glibber restlos verschwunden ist, und mich dann wieder in mein Leben setzen.

Dann könnte ich mich so um Familie, Freunde, Haushalt, Garten, Arbeit und und und kümmern, wie es allgemein erwartet wird. Aber ich kann es nicht. Und schon sitze ich wieder im Hamsterrad der trüben Gedanken und stürze unversehens wieder in diesen Unrattümpel.

Auch egal. Denn es kommt eh keiner, der mich herauszieht. Ich kann es mit Strampeln versuchen und versinke nur noch tiefer. Ich kann es mit Abwarten versuchen und werde doch hineingezogen. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Mir bleibt die Wahl: schnell oder langsam, mit viel oder wenig Kraftaufwand.

Also sitze ich hier und warte. Da kommt doch tatsächlich einer daher und meint ganz schlau: „Vertreibe die Schwärze mit deinem inneren Leuchten!“

„Wie bitte? Was?“ entfährt es mir. „Was meinst du mit innerem Leuchten?“

„Liebe dich, dann ist alles gut“, erwidert er. „Es ist ganz einfach.“

Aha, es ist ganz einfach. Ich weiß, ich weiß. Ich weiß: Es ist ganz einfach nicht möglich.

Aber wünschen kann man ja mal.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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20 Gedanken zu “Wünschen ist ja erlaubt

  1. Hallo du Liebe – alles hat Seine Zeit ….
    nimm dir einfach für den Anfang nicht zu viel vor.
    Nimm dir jeden Tag ein Ziel das du erreichen moechtest und auch wirst.
    Eins nach dem anderen und….
    erfreue dich an dem was du geschafft hast.
    Mit lieben Grüßen und den besten Wünschen ….
    M.M.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Monika-Maria,
      ich danke Dir herzlich. Ja, Du hast völlig recht mit Deinen Anregungen.
      Herbst und Winter sind natürlich auch Zeiten, in denen alles ein wenig ruhiger laufen kann/soll, in denen man loslassen sollte, um Platz für das Neue zu schaffen, das im Frühjahr aufbrechen will.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt 1 Person

  2. Wenns mir so geht, dass ich im Sumpf versinke, denke ich an Baron Münchhausen, der sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zog. Das funktioniert hin und wieder. Und die anderen kommen auch mal ohne einen zurecht. Frau (Göttin) darf auch mal traurig sein und muss nicht immer funktionieren. Alles Liebe für Dich! Kat.

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Kat,
      ganz lieben Dank Dir. Ja, vielleicht sollte ich nochmal bei Münchhausen nachschauen, wie er das bewerkstelligt hat.
      Naja, der Kopf weiß natürlich schon, dass man nicht immer funktionieren muss, aber… Trotzdem vielen Dank für Deine Hinweise und Anregungen.
      Liebe Grüße und auch für Dich alles Gute
      Belana Hermine

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  3. Vielleicht lassen wir es auch manchmal zu wenig zu?
    Ich habe für mich festgestellt: Wenn ich es akzeptiere (wie ich ja auch frohe Zeiten gern annehme), fällt es mir leichter und diese dunklen Stunden gehen schneller vorüber.
    Wir müssen doch nicht immer kämpfen, oder?

    Sei herzlich gegrüßt
    Sylvia

    Gefällt 3 Personen

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