Rezension: Eine neue Geschichte des Lebens

Eine neue Geschichte des Lebens

  • von Peter Ward und Joe Kirschvink
  • Deutsche Verlags-Anstalt, 19. September 2016
  • gebundene Ausgabe, 544 Seiten
  • 29,99 € (D)
  • ISBN 978-3-421-04661-1

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Inhalt

Wie fing das Leben auf der Erde an? Wie sah das erste Leben überhaupt aus? Wie entwickelten sich daraus Pflanzen, Tiere und der Mensch? Warum starben Lebewesen aus, warum entwickelten sich neue?

Diese Fragen werden auf einer Reise durch die Zeit beginnend vor 4,6 Milliarden Jahren bis in die Jetztzeit Schritt für Schritt beantwortet. Es wird aufgezeigt, welche Bedingungen laut neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu welchen Entwicklungen geführt haben. Dabei wird immer wieder erklärt, auf welchen Wegen die Wissenschaft zu diesen Erkenntnissen gekommen ist. Auch Diskussionen unter den Wissenschaftlern werden nachvollzogen.

Mit einem Blick in die Zukunft der Erde und ihrer Lebewesen, der aus den Erkenntnissen aus der bisherigen Entwicklung abgeleitet wird, endet dieser höchst interessante Rundgang.

Subjektive Eindrücke

Biologie mochte ich in der Schule ganz gern. Wie sich alles so entwickelt haben mochte, hat mich sehr interessiert. Auch mit den Lehren von Darwin hatte ich mich schon befasst. Das war auch gut so. Ich weiß nicht, ob ich dem Buch hätte sonst gut folgen können. Es werden recht viele Fachbegriffe verwendet, was sich wohl in einem solchen Buch nicht ganz vermeiden lässt. Die spannenden Erläuterungen, wie die Erkenntnisse gewonnen werden können, setzen gewisse Grundkenntnisse in Biologie, Chemie ggf. auch Geologie voraus.

Entsetzt musste ich feststellen, dass sich seit meiner Schulzeit, die ja doch ein paar Jährchen zurückliegt, nicht nur das Wissen erweitert hatte, sondern dass Teile dessen, was ich in der Schule gelernt hatte, bereits widerlegt waren. Man lernt also nie aus.

Besonders faszinierend fand ich die Erläuterung der Ereignisse, die zu Aussterbeperioden führten, die aber andererseits neue Entwicklungsschübe auslösten. Die meisten dieser Ereignisse hatten mit der Entwicklung der Erde als Himmelskörper zu tun. Das ließ natürlich auch gleich die Frage aufkommen, ob nicht die derzeitige Entwicklung nicht auch dadurch bedingt ist. Das wird einerseits im Buch bejaht, andererseits wird aber auch darauf hingewiesen, dass wir durch unser Agieren diese Prozesse enorm beschleunigen. Dadurch bleibt den Anpassungen der Lebenwesen nicht genug Zeit, was die eigentliche große Gefahr ausmacht.

Ein zweiter Aspekt, der für mich besonders beeindruckend war, waren die Zeitperioden, innerhalb derer sich Entwicklungen vollziehen bzw. erst sichtbar auftreten. Es geht dabei um Zehntausende von Jahren. Unvorstellbar.

Fazit

Ein Feuerwerk an interessantem Wissen rund um die Entstehung und die Entwicklung von Leben auf der Erde. Vieles war neu, einiges widerlegte bereits Gewusstes. Ich habe viel gelernt und bin höchst fasziniert von den Wirkmechanismen. Es hat meine Hochachtung vor dem Gesamtgebilde deutlich verstärkt.

Ich danke dem Verlag für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

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6 Gedanken zu “Rezension: Eine neue Geschichte des Lebens

    • Ich kann nicht einschätzen, inwieweit es „nur“ Machenschaften der Lobbyisten sind. Im Buch hieß es abschließend, dass sich der Prozess ohnehin vollzieht, wir ihn aber beschleunigen. Ich kann das nicht abschätzen.
      Unabhängig davon natürlich lieben Dank für Deinen Kommentar.

      Gefällt 1 Person

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