Rezension: Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist

Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist

  • von Matthias Eckholdt
  • Pantheon Verlag, 12. September 2016
  • broschiert, 256 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-570-55277-3

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Inhalt

Die Vorstellungen darüber, wie unser Gehirn funktioniert, haben sich von der Antike bis in die Gegenwart entwickelt und zum Teil dramatisch geändert. Mit der Beschreibung dieser Entwicklung wird gezeigt, dass die Entstehung dieser Vorstellungen einerseits vom zur entsprechenden Zeit aktuellen Technikbild, aber natürlich auch von den vorhandenen Instrumenten und Messmethoden abhängig war.

Der Schwerpunkt der Beschreibungen liegt auf der Funktionsweise des Gehirn. Der zweite Teil des Titels – der Geist – kommt aus meiner Sicht ein wenig kurz. Es bleibt grundsätzlich offen, wie nun unser Gehirn Geist oder den Geit hervorbringt. Jedoch wird hin und wieder darauf eingegangen, dass auch diese Vorstellungen von der gerade herrschenden Weltanschauungen bzw. Religionen abhängig war. Leider erfährt man nur wenige Details. Hier wären mehr und ausführlichere Darstellungen des sogenannten Leib-Seele-Problems möglich und (für mich) wünschenswert gewesen. Ob es dem Umfang des Buches geschuldet ist, bleibt fraglich, das es mehrere leere Seiten als Kapiteltrennung gibt.

Subjektive Eindrücke

Ich hätte mir dieses Buch gewünscht, als ich gerade bei meinem Fernstudium „Psychologie“ bei Allgemeiner bzw. Biologischer Psychologie angekommen war. Hier wurden wir mit ziemlich komplizierten Erklärungen konfrontiert, die ich in diesem Buch deutlich einfacher dargestellt und mit Genuss lesbar gefunden habe. Viele Namen von Wissenschaftlern sind mir in diesem Buch wiederbegegnet – manchmal konnte ich fast noch im Studienbrief gezeigte Abbildung sehen.

Fazit

Wer Interesse an diesem Thema und noch wenig Vorkenntnisse hat, wird aus diesem Buch sicherlich viele neue und interessante Dinge erfahren. Das Lesen geht leicht und macht überwiegend Spaß. Ein paar Abbildungen lockern den Text auf. Und wer komplizierte Texte zum Thema verdauen muss und deswegen an Schluckbeschwerden leidet, wird einige davon mit diesem Buch beheben können.

Für mich war es sehr interessant, diese Thematik aus einer anderen Perspektive dargestellt zu sehen und den Beweis zu bekommen, dass man dieses Thema auch verständlich darlegen kann.

Ich danke dem Verlag für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

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6 Gedanken zu “Rezension: Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist

  1. Das tönt interessant. Hatte auch mal ein Buch über das menschliche Gehirn gelesen. Darin wurde beschrieben, dass das Gehirn am meisten Energie verbraucht und im Falle einer Hungersnot bei der Nahrungsaufnahme bevorzugt wird. Auch stand drin, dass sich, dadurch das der frühere Mensch, sich vom Sammler zum Jäger weiterentwickelte, unsere Gehirne durch die proteinreiche Ernährung, stark weiterentwickelten.

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