Rezension: Natürliche Hormone

Natürliche Hormone – Mehr Gesundheit und Lebensfreude durch einen ausgeglichenen Hormonhaushalt

  • von Thomas Beck
  • Südwest Verlag, 28. November 2016
  • broschiert, 256 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-517-09454-0

natuerliche-hormone

Inhalt

Viele interessante Informationen über Hormone gibt es aufgeteilt in drei Teile: Einführung, Grundlagen und Therapie. Dabei geht es in allererster Linie um Sexualhormone. Ganz kurz geht es mal um Schilddrüsenhormone.

Es wird dargestellt, wozu Hormone gebraucht werden, wie sie gebildet werden, welche Mangelerscheinungen auftreten könnten, was der Unterschied zwischen natürlichen und künstlich hergestellten Hormonen ist, welche Einsatzgebiete (außer der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden) es für die im Buch vorgestellte Anwendung natürlicher Hormone gibt. Viele Informationen tauchen immer wieder an verschiedenen Stellen dieser drei Teile auf.

Herr Dr. Dr. Beck stellt relativ ausführlich dar, wie wissenschaftliche Studien gesehen werden können. Er kritisiert die Finanzierung vieler Studien durch die Pharmaindustrie und mahnt an, auch praktische Evidenz als Nachweis der Wirksamkeit gelten zu lassen. Dann würde auch der im Buch propagierte Einsatz ausschließlich natürlicher Hormone deutlich besser akzeptiert werden. So habe ich sein Credo verstanden. 

Subjektive Eindrücke

Ich habe mich  beim Lesen des Buches sehr schwer getan. Eigentlich ist die fachliche Materie nicht so schwierig. Vieles kannte ich bereits aus anderen Quellen. Die vielen Wiederholungen, die zum Teil komplizierten Beschreibungen, die große Schriftgröße ohne Zeilenabstand und die äußerst seltene Untergliederung haben für mich das Lesen nicht unterstützt.

Mir ist auch nicht so ganz klar geworden, wer die Zielgruppe des Buches sein sollte. Für Fachärzte waren es wohl zu wenige und (noch) zu allgemeine Informationen. Für Betroffene waren es (aus meiner Sicht) zu kompliziert und vielleicht auch zu viele dargestellte Zusammenhänge und Details.

Offen geblieben ist aus meiner Sicht auch die als Einstieg gedachte Frage, wieso man den natürlichen Rückgang von Hormonen (auch bei fehlenden Beschwerden) ausgleichen soll. Dass man Beschwerden behandeln sollte, ist ja ganz selbstverständlich. Aber wenn es keine gibt? ‚Die Natur wird sich schon etwas dabei <gedacht> haben‘, geht mir dann manchmal durch den Kopf.

Fazit

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da ich erwartet hatte, dass ich über viele Hormone und deren Zusammenspiel etwas erfahren kann und lernen würde, wie ich auf natürliche Weise zu einem ausbalancierten Verhältnis der Hormone in meinem Körper kommen könnte. Leider habe ich fast ausschließlich etwas über Sexualhormone und Wechseljahresbeschwerden gelesen. Wie ich mir selbst helfen kann, habe ich gar nicht erfahren. Gelernt habe ich, dass ich zu einem Spezialisten, der in der im Buch beschriebenen Methode speziell ausgebildet ist, gehen muss. Schade.

Trotzdem danke ich dem Verlag herzlich für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

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18 Gedanken zu “Rezension: Natürliche Hormone

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