Eine Frage der Ehre? – Auswertung

Am Freitagabend gab es im Beitrag „Eine Frage der Ehre?“ eine kleine Umfrage, ob man, wenn man einen einigermaßen einträglichen Job hat und tatsächlich Student ist, ein normales oder ein Studententicket nimmt. Hier ein paar Worte zum Ergebnis. Die WordPress-Auswertung könntet Ihr Euch im Beitrag selbst ansehen.

Es gab deutlich mehr Stimmen für das normale Ticket als für das Studententicket. Es wurden verschiedene Argumente für oder gegen das Studententicket geäußert, die alle vollkommen nachvollziehbar sind, und für einige dazu führten, dass sie sagten, dass es ganz auf die Situation ankommt, ob sie dieses oder jenes Ticket nehmen würden. Diese Vielfalt an Argumenten war für mich sehr spannend. Lieben Dank :-). Lieben Dank auch für Eure aktive Teilnahme – das hat mich sehr gefreut :-).

Zwei Argumentationsfäden möchte ich gern herausgreifen. Andere Argumentationsfäden und anders gerichtete Argumentationen sind natürlich gleichermaßen berechtigt und weder besser noch schlechter.

Wem schadet/nützt es, wenn ich das Ticket nehme/nicht nehme?

Den Schaden/Nutzen hat ja eigentlich der Veranstaltungsanbieter, denn er nimmt weniger Geld ein, wenn ich ein Studententicket nehme. Bei einem öffentlichen Anbieter (z. B. Theater, Museen, Bibliothek) bin ich deswegen eher geneigt, das normale Ticket zu nehmen, wenn es denn der Geldbeutel hergibt.

Was ist Sinn/Ziel der Ermäßigung?

Normalerweise haben Studenten ja kein oder eher ein geringes Einkommen. Sie sollen aber auch an den kulturellen Angeboten teilhaben können. Deswegen versucht man, ihnen mit reduzierten Preisen entgegen zu kommen. Es soll also ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden. Ja, als Student (egal welchen Alters und welchen Einkommens) hat man zusätzliche Ausgaben und ggf. auch Einschränkungen in dem, was man verdienen kann. In diesem Sinne würde ich das Studententicket durchaus als „zustehend“ betrachten, wenn man denn wirklich studiert (und nicht nur noch Student ist, weil man sich noch nicht exmatrikulieren lassen hat).

Häufig steuern die Anbieter hier eh schon gegen, indem sie Studententickets nur bis 27 Jahre anbieten. Damit kann es aber passieren, dass wirklich Bedürftige ausgeschlossen werden. Was ist z. B. mit Frauen, die zur Kindererziehung zu Hause geblieben sind und nun nochmal ein Vollzeitstudium machen, um sich neu zu qualifizieren? Manche von ihnen sind dann weiterhin auf das Einkommen des Mannes angewiesen und wären sehr berechtigt, ein Studententicket zu nehmen.

Eine interessante Anregung

Jemand meinte, er/sie würde das Studententicket nehmen und den Differenzbetrag spenden. Das fand ich sehr kreativ :-).

Meine Entscheidung?

MD hatte ja schon ein wenig gemunkelt, dass ich mich nicht selbst entscheiden will und deshalb Eurer Entscheidung folgen möchte. So war das nun wirklich nicht gemeint. Obwohl ich mich doch zu einem großen Teil als für ein Studententicket berechtigt ansehe, habe ich mich unter der Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten für das normale Ticket entschieden. In Anbetracht der gemachten Erfahrungen, über die ich gestern berichtet habe, verrate ich nicht, ob ich diese Entscheidung im Nachhinein immer noch für sinnvoll erachte 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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4 Gedanken zu “Eine Frage der Ehre? – Auswertung

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