Persönliche Gedanken zu „Die verborgene Wirklichkeit“

Das ist eine persönliche/individuelle Ergänzung zur mehr offiziellen Rezension.

Besonders anregend fand ich Überlegungen, was Unendlichkeit wirklich bedeutet.

Stellt Euch vor, Ihr habt Perlen in 4 verschiedenen Farben. Davon wollt Ihr eine Kette fädeln, wobei sich die Reihenfolge der 4 Farben nicht wiederholen soll. Da kommt man einfach nicht weit. Hat man 5 Farben, geht es schon etwas weiter etc. Aber selbst bei einer Million Farben und einer unendlich langen Kette würde sich irgendwann die Reihenfolge der Farben wiederholen.

Das hat jetzt zwei sehr interessante Folgerungen.

1) In der Unendlichkeit kommt jede Kombination von Konstellationen der Elemente/Teilchen vor. Und so gibt es Annahmen, dass auch jede beliebige Ausprägung von uns selbst vorkommt. Da gibt es also eine Version mit diesem Blog und eine ohne diesen Blog. In einer Version sitze ich da und schreibe, in einer anderen hasse ich es vielleicht zu schreiben.

2) Noch ärger: Jede dieser Versionen gibt es unendlich oft.

Es war das reinste Vergnügen, sich immer wieder neue Varianten und leichte Abwandlungen dessen vorzustellen, was gerade passiert. Natürlich musste ich das dann auch gleich erzählen, womit ich MD irgendwann doch gehörig auf die Nerven ging. Aber trotzdem finde ich diese Gedanken immer noch hochfaszinierend 🙂

Allerdings gibt es auch ein paar weniger belustigende Folgerungen.

Es gibt natürlich auch unendlich viele Versionen ohne uns oder in denen uns Schlimmes zugestoßen ist.

Unter diesen Prämissen ist es schwierig, irgendetwas im wissenschaftlichen Sinne zu beweisen, denn es wird immer eine Version gegen, in der es stimmt, aber auch immer eine, in der es nicht stimmt.

Was mich dann doch wieder ein wenig auf den Boden der „Realität“ (?) gebracht hat, war die Frage, was dann noch der Sinn des Lebens ist, wenn sowieso alle nur irgend möglichen Varianten realisiert sind.

Unabhängig davon habe ich diese Gedankenspiele sehr genossen. Vielleicht fällt mir ja mal eine nette Geschichte zu multiplen Varianten ein. Irgendwie kribbelt es gerade ganz lustig in meinem Bauch :-).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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14 Gedanken zu “Persönliche Gedanken zu „Die verborgene Wirklichkeit“

      • Nicht vielleicht, sondern bestimmt ist es so –
        dazu gehört dieses Abwägen, dieser kreative Prozess –
        ein „sowohl als auch“ ,
        „Tanz von yin und yang“

        Dann dieser Punkt, dieser Moment der Erkenntnis, dieser Stille oder Ruhe im Innern –
        dem erneutes Handeln oder Nichthandeln folgt, was ja auch ein Handeln ist.
        Faszinierend ist das Leben! ♥

        Viel Spaß beim Weiterfabulieren und
        Liebe Grüße
        Barbara

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      • Liebe Barbara
        ganz herzlichen Dank für Deine inspirierenden Anmerkungen. Da werde ich definitiv dranbleiben. In meinem Kopf schießen gerade ganz viele kunterbunte Kugeln durch die Gegend 🙂
        Lieben Dank und viele Grüße
        Belana Hermine

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  1. „Vielleicht fällt mir ja mal eine nette Geschichte zu multiplen Varianten ein“ … oh ja. Ich würde mich darüber freuen 🙂 Das klingt alles richtig interessant und macht neugierig … schön, dass du deine Gedanken mit uns teilst!

    LG

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  2. Die Multiple-Welten-Theorie ist ein bezaubernd Ding der Logik. Aber ergeben sich aus dieser Möglichkeit mehrerer Parallel-Welten irgendwelche Konsequenzen für mich? Gleiches Molekül-Arrangement hin oder her, habe ich mit einer Welt, in der „ich“ nicht existiere oder anders existiere, ja eh nix am Hut. Es ist damit naheliegend zu sagen, ich ist nicht eine bestimmte Anhäufung von Materie, genannt Körper.

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  3. Leider ist unser Gehirn nicht für das Verstehen der Unendlichkeit gemacht. Aber gibt es wirklich unendlich viele Realitäten oder nur unendlich viele Mögliche Realitäten und nur eine wird real ? Natürlich ist das sehr arrogant, nur eine reale Realität anzuerkennen. Bei fringe ( Fernsehserie ) würde das Multiversumkonzept sogar schon verfilmt. Auch eine Interpretation zur Komplexität der Realität liefert der nicht ganz unbekannte Hermann Hesse in seinem Roman „Glasperlenspiel“, wobei Hesse schon in der Komplexität einer Realität die Grenzen des Menschen skizziert. Aber es ist eben verwirrend, wenn man z.B. die Quantenphysik ins normale Leben einbeziehen will. Und wenn nichts mehr Sinn ergibt: Douglas Adams setzt noch einen drauf!

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  4. Diesen Gedanken kenne ich. Mir ging das auch schon durch den Kopf und ich fand es so faszinierend, dass ich eine Geschichte dazu entwickeln wollte. Es war als eine Art Kurzgeschichtensammlung gedacht, in der immer wieder dieselben Personen vorkommen (oder nicht, wenn ihnen etwas zustieß), aber in der sie etwa andere Entscheidungen trafen. Wie die Geschichte sich aufgrund dieser Entscheidung verändert und Einfluss auf den Protagonisten und die Charaktere um ihn herum hat.
    Etwa eine Autofahrt, die erst normal verläuft und am Ziel kommt es etwa zu einer Trennung. Dann eine Version, in der der Prota einen Unfall hat und eine andere, in der er den Unfall verursacht. In der er überlebt, aber gezeichnet ist. In der sein Gegenüber lebt und eine, in der die Person starb. Wie wirkt es sich auf ihn und sein Leben aus? So könnte ich lange, lange weitermachen. 😀
    Bislang ruht diese Idee aber bei all den anderen, die ich in der Zukunft angehen will.
    Interessant ist es allemal. 😉

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