Rezension: Now

Now – Du bestimmst, wer überlebt

  • von Stephan R. Meier
  • Penguin Verlag, 9. Januar 2017
  • broschiert, 432 Seiten
  • 13,00 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-328-10049-2

now

Inhalt

Auf den ersten Seiten begegnet uns Spark, die Hauptfigur des Buches, auf der Flucht. Dabei hat er sich als offensichtlich nahezu überzivilisierter Mensch nun mit der rauhen, unbearbeiteten Natur auseinanderzusetzen, was ihn ziemlich in Existenznöte führt.

Die Gründe, die Auslöser und auch das Ziel seiner Flucht erfahren wir dann im eigentlichen Buch.

Im Versuch, die Fehler der Menschheit auszubügeln, neue Fehler zu vermeiden und der Menschheit ein sicheres, langfristiges Überleben zu garantieren, wird eine Elite-Zivilisation errichtet, die durch eine künstliche Intelligenz gesteuert wird. Der Aufbau dieser Zivilisation fordert Milliarden Opfer, von denen die Auserwählten aber eigentlich nichts mitbekommen.

Die „schöne Idylle“ gerät ins Wanken, als die künstliche Intelligenz zu menschliche Züge annimmt.

Subjektive Eindrücke

Es war gut, dass die Einleitung mit der Schilderung von Sparks Flucht so kurz (11 Seiten) ausgefallen ist. Das ist so überhaupt nichts, was ich gern lese. Dafür bin ich aber im kompletten Rest des Buches für das Durchhalten belohnt worden.

Hier wird der ernsthafte und am Anfang durchaus gut gemeinte Versuch beschrieben, eine lebenswerte Umwelt für die Menschheit zu schaffen. Es wird sehr plastisch beschrieben, wie das möglich sein kann. Es wird aber ebenso eindringlich gezeigt, welche Gefahren dieser Versuch birgt.

Die Figuren sind lebendig gezeichnet. Sie agieren glaubhaft und logisch nachvollziehbar. Ein wenig Probleme hatte ich mit einigen schnellen Szenenwechseln, das sie zum Teil auch mit Zeitwechseln verbunden waren. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, konnte ich auch damit gut umgehen. An zwei oder drei Stellen war mir nicht ganz klar, wie Spark gerade auf diese Schlussfolgerung gekommen ist. Da man aber die eigentlichen Fakten schon aus der Beschreibung aus einer anderer Perspektive heraus kannte, störte das nicht wirklich beim Lesen.

Es hat viel Freude gemacht, das Buch zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Aber ich musste nicht hinten nachschauen. Also ein für mich optimales Spannungsniveau.

Fazit

Recht schnell wird klar, dass wir – technisch gesehen – nicht wirklich weit entfernt von solch einer Zukunftsvorstellung sind. Nein, ich glaube sogar, dass wir schon eher dabei sind, sie umzusetzen. Lest das Buch und entscheidet selbst, wie erstrebenswert Euch diese Vision erscheint.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses äußerst tolle Rezensionsexemplar.

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14 Gedanken zu “Rezension: Now

    • Du hast recht, dass es (auch jetzt schon) viele fremdbestimmte Aspekte gibt. Allerdings sehe ich doch auch einen guten Anteil Selbstbestimmungsmöglichkeiten, die allerdings mehr und mehr eingeschränkt werden – in diesem Buch eben sehr extrem.
      Danke für Deinen Kommentar und viele Grüße

      Gefällt 2 Personen

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