Rezension: The Brain

The Brain

  • von David Eagleman, aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
  • Pantheon, 6. März 2017
  • gebundene Ausgabe, 224 Seiten
  • 22,99 € (D), 23,70 € (A)
  • ISBN 978-3-570-55288-9

the-brain

Der erste Eindruck

Das Buch liegt gewichtig in den Händen, der Einband ist haptisch spürbar längsgestreift. Die Seiten sind aus dickem, glattem Papier. Alles in allem macht das Buch einen sehr besonderen, sehr wertvollen Eindruck. Für mich passte das sehr gut zum Thema – was wären wir schließlich ohne unser Gehirn?

Inhalt

Gegliedert in 6 Kapitel stellt und Eagleman verschiedene Facetten bzw. Fragestellungen der Hirnforschung vor. Dabei gelingt es ihm durch die Beschreibung interessanter Experimente und Fallbeispiele die Thematik leicht verstehbar und unterhaltsam zu vermitteln. Anschauliche Bilder unterstützen das Verständnis. Die eigentlichen Texte sind immer wieder durch Zusatztexte ergänzt, die von einer stärker wissenschaftlich geprägten Perspektive aus Sachverhalte erklären. Aber auch hier muss man keine Sorge haben – es ist alles gut nachvollziehbar erklärt.

Die Kapitel orientieren sich an Grundfragen, die schon lange auch den philosophischen Diskurs bestimmen, die noch immer nicht abschließend beantwortbar sind, denen aber mit fortschreitenden Erkenntnissen immer besser auf den Grund gegangen werden kann:

  1. Wer bin ich?
  2. Was ist die Wirklichkeit?
  3. Wer sitzt am Steuer?
  4. Wie entscheide ich?
  5. Brauch ich dich?
  6. Wer werden wir sein?

Sicher muten einige Antworten, die wir im Buch finden, exotisch oder auch futuristisch an. Manche machen vielleicht auch Angst, wenn man sie weiterspinnt. Und doch bekommt man nicht den Eindruck, dass hier irgendwelche Dinge an den Haaren herbeigezogen oder erfunden werden.

Subjektive Eindrücke

Mich hat das Lesen des Buches fasziniert. Sich auszumalen, was einmal sein könnte oder was wäre, wenn dieses oder jenes nicht so wäre, ist für mich immer eine spannende Angelegenheit.

Beeindruckend fand ich auch die zahlreichen Fallbeispiele, die zeigten, was der Ausfall bestimmter Hirnfunktionen für Folgen oder eben auch wie wenige Folgen haben kann.

Ja, unser Gehirn ist schon etwas ganz, ganz Besonderes.

Fazit

Alle, die sich für unser Leben, für die Frage des Woher und des Wohin unseres Denkens und unseres Bewusstseins interessieren, werden hier sicherlich viele Anregungen und viel Stoff für neue Diskussionen finden.

Ich habe es sehr genossen, mich durch das Buch inspirieren zu lassen und danke dem Verlag deshalb sehr herzlich für dieses wertvolle Rezensionsexemplar.

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14 Gedanken zu “Rezension: The Brain

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