Rezension: Studierst du noch oder lebst du schon?

Studierst du noch oder lebst du schon?

  • von Tiphaine Rivière, aus dem Französischen von Mathilde Ramadier
  • Albrecht Knaus Verlag, 11. Oktober 2016
  • broschiert, 184 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-813-50740-9

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Inhalt

Eine nett geschriebene, wenn auch erschreckende Story über die Umstände, unter denen an französischen Universitäten promoviert wird. Allerdings habe ich Ähnliches auch von deutschen Hochschulen und Universitäten gehört.

Selbst- und gesellschaftskritisch stellt die Autorin vor, welche verschiedenen Anforderungen und Umgebungen eine Doktorandin/ein Doktorand unter einen Hut bringen muss. Da sind die ständigen, verständnislosen Nachfragen der Familie und der Freunde noch das kleinste Problem. Viel drängender ist die Frage, wie man das zum Leben nötige Geld beschafft und wie es möglich ist, neben der Jonglage all dieser Aspekte noch einigermaßen am Leben zu bleiben und nicht zu viele Freunde und Bekannte zu verprellen.

Die Geschichte wird in Form eines Comics erzählt. Man muss also gar nicht viel Text lesen. Alles geht dadurch rasant schnell, sodass man auf den ersten Blick vielleicht die Bilder gar nicht recht würdigen kann. Dann ist definitiv ein zweiter Durchgang angesagt, weil in den Bildern noch einmal zusätzliches Aus- und Eindruckspotential steckt.

Es ist schön, dass die Geschichte ausgeht, wie sie ausgeht, jedoch bleibt unklar, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte.

Subjektive Eindrücke

Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Zuerst habe ich ganz schnell die Texte gelesen und die Bilder oberflächlich nebenbei wahrgenommen. Danach habe ich mir noch einmal in aller Ruhe die Zeit genommen, mir die Bilder anzusehen. Kontraste zwischen der Hauptperson und der Umgebung, aber auch Änderungen im Hintergrund (z. B. wechselnde Bilder an der Wand des Sekretariats) unterstreichen die Textaussage in hilfreicher Weise.

Traurig ist allerdings, dass es offensichtlich kein Einzelfall ist, von dem hier berichtet wird. Wird das Buch dazu beitragen können, hier Abhilfe zu schaffen? Zu wünschen wäre es allen derzeitigen und zukünftige Doktorandinnen und Doktoranden.

Fazit

Da es in meinem näheren Umfeld ebenfalls einige Doktorandinnen (keine Doktoranden) gibt, hat mich das Buch sehr interessant. Und leider fand ich etliches von dem wieder, was mir unsere Freunde bereits berichtet hatten. So konnte ich zwar das Lesen des Buches genießen, musste aber doch immer wieder schlucken, wenn sich Geschichte und gehörte Realität zu sehr deckten.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses aufrüttelnde Rezensionsexemplar.

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8 Gedanken zu “Rezension: Studierst du noch oder lebst du schon?

  1. Danke! Ihnen mal gleich ein schönes, sonniges Wochenende! Vielleicht verziehen sich die angekündigten Regenwolken. Nun ja, vielleicht sollte man auch mal wieder direkte Korrespondenz betreiben, und nicht alle Dinge Online machen. Aber heute hatte ich wieder mal eine typische oberpfälzer Direktunterhaltung, da hätte ich auch drauf verzichten können. 😉 LG

    Gefällt 1 Person

    • Hier hat sich die Sonne im Laufe der Woche wohl auch ein wenig verausgabt. Aber schauen wir auch.
      Jaja, Unschönes gibt es on- wie offline 😉
      Trotz allem oder wie auch immer: eun nettes Wochenende
      Viele Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt mir

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