Studium – Nachlese #2 – Warum das Ganze?

In meinem RĂŒckblick auf das Studium soll es heute also um die Frage gehen, wie ich in diesem Alter – ich habe die Lebensmitte deutlich ĂŒberschritten – ĂŒberhaupt auf die Idee gekommen bin, noch einmal ein Studium zu machen. Da gibt es eigentlich zwei große BeweggrĂŒnde.

1. Grund

Damals, vor vielen, vielen Jahren, als es das erste Mal darum ging, was zu studieren wĂ€re, hatte ich darĂŒber nachgedacht, Psychologie zu studieren. Ja, Therapeut zu werden, hĂ€tte mich schon gereizt. Also habe ich mir mal einen Studienverlaufsplan genommen. Der hat mich deutlich abgeturnt. Außerdem kamen ein paar böse Zungen, die behaupteten, dass die Leute Psychologie nur studierten, um herauszufinden, was mit ihnen nicht stimmen wĂŒrde. Nun, so ganz und gar konnte ich das nicht von der Hand weisen. Ein ausreichender Grund fĂŒr ein Studium ist das natĂŒrlich nicht. In gewisser Weise war es also nun die ErfĂŒllung eines Jugendtraumes, dieses Thema zu studieren.

2. Grund

Der zweite Grund ist eher in meinem derzeitigen Job zu finden. Ich habe viel mit Menschen zu tun. Nicht wenige davon haben auch so ihr PĂ€cklein zu tragen. Dass ich sie nicht therapieren kann, ist mir schon klar. Aber ich wĂŒrde gern besser mit ihnen umgehen können, ihnen mehr ihrer Art entgegenkommen können. Außerdem haben sich ein paar Ausrichtungen auf der Arbeit geĂ€ndert, sodass ich sowieso stĂ€rker mit psychologischen/sozialpsychologischen Themen zu tun habe. DafĂŒr hatte ich bis dato keinen Nachweis. Da wir aber in Deutschland leben und hier immer gern Zertifikate und Nachweise gesehen werden, dachte ich mir, könnte es helfen, meine Position etwas zu stĂŒtzen, wenn ich denn so ein Zettelchen vorweisen könnte. Vermutlich war es dieser Zettel, der dafĂŒr gesorgt hat, dass ich das Ganze bis zum (bitteren?) Ende durchgezogen habe. Ansonsten kann man sich ja auch ohne Zertifikate mit allen möglichen Themen befassen.

Und wie kam es nun dazu?

Ja, eigentlich auch ein bisschen witzig: Eine Mitarbeiterin, die mich bei der Organisation einer Veranstaltung unterstĂŒtzen sollte, erzĂ€hlte mir mal bei einem Kaffee, dass sie sich an der FernUni fĂŒr Psychologie angemeldet hĂ€tte. Zufall? Sie erzĂ€hlte ein bisschen davon – ich fragte ein bisschen nach. Am nĂ€chsten Tag hatte ich meine Anmeldeunterlagen abgegeben. Das ist jetzt ziemlich genau 4 Jahre her. Die Kollegin hat relativ schnell an eine andere Hochschule in ein anderes Studium gewechselt, das ihr mehr lag.

Nachlese #1 – MD ist besorgt oder Was kommt nun?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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19 Gedanken zu “Studium – Nachlese #2 – Warum das Ganze?

    • Inzwischen wĂ€re dieser Wunsch nicht mehr realisierbar. Es gĂ€be noch einen Weg ĂŒber den Heilpraktiker Psychotherapie. Aber da bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den Weg wirklich gehen will. Ein wenig wollte ich mir noch Zeit lassen, um ĂŒber die weitere Ausrichtung nachzudenken.

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      • Heilpraktiker Psychotherapie hat mich mal sehr interessiert. Ich war mal Langzeitarbeitslos, und musste so eine Art Intelligenztest absolvieren, bei dem ich hervorragend abgeschnitten hatte. Man versprach mir, ich dĂŒrfe mir unter Hunderten Ausbildungsmöglichkeiten eine, die mir genehm war, aussuchen, man wĂŒrde mich finanziell dabei unterstĂŒtzen. Nachdem ich mich fĂŒr Heilpraktiker Psychotherapie entschieden hatte, wusste man in der „Agentur fĂŒr Arbeit“ in MĂŒnchen nichts mehr von der gemachten Zusage. 😉

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