Studium – Nachlese #3 – Organisatorisches

Heute geht es um die Frage, wie man ein Fernstudium mit der Familie und dem Job auf eine Reihe bekommt.

Ein Teil der Studierenden machten ihr Studium als Erststudium, weil sie an einer Präsenzuni keinen Studienplatz bekommen konnten und nun hoffen, in einem späteren Semester an der Präsenzuni einsteigen zu können. Das hat wohl auch für einige so geklappt. Ob das nur für Psychologie so gilt, kann ich allerdings nicht sagen. Und es geht hier jetzt auch nicht um diese Studierenden.

Es geht darum, wie man ein Fernstudium schaffen kann, wenn man „ganz normal“ im Job steht und eine Familie um sich hat – beides sind natürlich sehr positive Aspekte meines Lebens.

Sicherlich muss ich zugeben, dass ich verhältnismäßig leicht lernen kann. Dabei meine ich eigentlich nicht das auswendig-Lernen. Das fällt mir mit zunehmendem Alter schwerer – vielleicht auch, weil ich es zunehmend ungern tue. Das Alter hat sicher aber den Vorteil, dass man schon über einen relativ großen Erfahrungsschatz auf unterschiedlichsten Gebieten verfügt, sodass sich neues Wissen, verhältnismäßig leicht an bestehendes Wissen andocken kann und so möglicherweise schneller haften bleibt.

Mein Job bietet mir hinsichtlich der Zeiteinteilung relativ große Spielräume. Es gibt Zeiten, das muss ich ganz regelmäßig und zu vorgegebenen Zeiten Dinge erledigen. Es gibt aber auch andere Aufgaben und Zeiträume, wo das deutlich flexibler ist. Das ist, wenn man studiert von unschätzbarem Vorteil. So konnte ich mir hin und wieder größere Zeiteinheiten schaffen, in denen ich mich eher auf das Studium konzentrieren konnte.

Hinsichtlich der Familie hatte ich es wohl auch nicht zu schwer. Unser Sohn ist schon groß und wohnt nicht mehr bei uns. MD ist sehr aufgeschlossen meinen Aktivitäten gegenüber und toleriert auch, wenn ich dann weniger für ihn da bin. Allerdings will man das ja manchmal gar nicht. Da will man einfach mal für eine Weile nichts von diesem Studium wissen und einfach nur zurück ins sein „normales Leben“. Aus der Erfahrung heraus würde ich sagen, dass es sinnvoll sein kann, diesem Drang für eine Weile nachzugeben. Es hilft, die Batterien wieder aufzuladen und neue Motivation und neuen Spaß für das Studium aufzubauen. Man muss halt schauen, dass man rechtzeitig wieder zum Studium findet, um keine großen Lücken entstehen zu lassen.

Im Endeffekt ist allerdings klar, dass es ohne persönliche Einschränkungen (in Hobbies, in Treffen mit Freunden etc.) und ohne großes Entgegenkommen von Familie und Partner wohl nicht zu schaffen ist. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich dieses Entgegenkommen erfahren durfte.

Nachlese #1 – MD ist besorgt oder Was kommt nun?

Nachlese #2 – Warum das Ganze?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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11 Gedanken zu “Studium – Nachlese #3 – Organisatorisches

  1. Kenne in unserem Freundeskreis jemanden, der neben seinem Job mit Fernstudium seinen Ingenieur machte und keine wirklichen Probleme dabei hatte…. ist also machbar und gewisse Einschränkungen in der Freizeit sind eigentlich ganz normal dabei denke ich. 😉
    Liebs Grüßle

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  2. Andocken ans vorhandene Wissen, das ist das richtige Wort. Ich denk auch bei meiner lernerei: das weiss ich doch schon, aber MERKEN geht schwierig. Mnemo- lernen ist das mit Eselsbrücken, das hab ich mir gemerkt, weil ich dachte, das sei ein Schreibfehler 😂Kat.

    Gefällt 1 Person

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