Rezension: Duplikat

Duplikat

  • von Alastair Reynolds, aus dem Englischen von Irene Holicki
  • Heyne Verlag, 13. März 2017
  • Taschenbuch, 768 Seiten
  • 10,99 € (D), 11,30 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31755-0

Inhalt

Das „Große Zukunfts-Epos“, die Geschichte einer traditionsreichen Familie setzt sich nun im 24. Jahrhundert fort. Noch immer sind die Enkel und Urenkel der Familienpatriarchin auf der Fährte und versuchen, ihr Geheimnis zu lüften.

Die Familie scheint auszudünnen, denn nun müssen aus einer Urenkelin mittels Klonen drei gemacht werden, die sich mit unterschiedlichen Aufträgen auf ihren jeweils eigenen Weg machen. Hin und wieder haben sie die Möglichkeit, ihre Eindrücke und Gedanken auszutauschen.

Die Haupthandlung zieht sich entlang der Auseinandersetzung mit künstlichen Intelligenzen, die sich ihrer Fähigkeiten bewusst geworden sind und verstehen, dass sie möglicherweise von ihren menschlichen Erschaffern vernichtet werden könnten. Aber auch sie haben einen Überlebenswillen.

Wenn auch die Ereignisse auf der Erde und den erdnahen Planeten/Monden Bedeutung haben, so ist der Hauptschauplatz doch eine Karawane von riesigen Habitaten, die auf dem Weg zu einem entfernten Planeten sind, um dort neuen Siedlungsraum für die Menschheit zu erschließen. Doch dort trifft eine der Urenkelinnen auf Unerwartetes.

Hier endet der Haupthandlungsstrang in einer Art Cliffhanger, der für einen Abschluss des Romans nicht nötig gewesen wäre, aber doch Interesse auf den dritten Teil weckt.

Subjektive Eindrücke

Wie auch im ersten Teil dieses Epos entwickelt sich die Geschichte überwiegend langsam. So kann man sich in aller Ruhe mit den vielen Details der neuen natürlichen und künstlichen Welten und den vielen neuen Akteuren vertraut machen. Kritische Wendepunkte und lebensbedrohliche Herausforderungen für die drei Urenkelinnen lassen die Geschichte aber doch ausreichend Fahrt aufnehmen und halten den Leser beim Lesen.

Es scheint nicht unbedingt erforderlich, den ersten Band gelesen zu haben. Vielleicht kann man sich einiges aber besser vorstellen, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Es tritt ein neues Wesen in Erscheinung, das aus verschiedenen Personae (?) zu bestehen scheint, was aber nie aufgeklärt wird und sich für mich nicht aus dem allgemeinen Text erschlossen hat. Ansonsten sind die Figuren aber auch diesmal plastisch und glaubwürdig herausgearbeitet und agieren und entwickeln sich logisch und in nachvollziehbarer Weise.

Fazit

Für den zweiten Teil dieser Trilogie kann ich für mich dasselbe Fazit ziehen wie für den ersten Teil: „Für diejenigen, die gern einen Blick in eine mögliche Zukunft werfen und für ein paar Jahrhunderte in den Bann dieser Welt gezogen werden wollen, wird dieses Buch viel Lesevergnügen bringen.“

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar und hoffe sehr, dass ich auch den dritten Teil dieser Familiensaga rezensieren darf.

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