Rezension: Omega

Omega

  • von Ruediger Dahlke und Veit Lindau
  • Arkana, 6. März 2017
  • Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-442-34213-6

Inhalt

Die Hauptaussage hinter allem, was uns in diesem Buch begegnet ist, dass Mangel eine Illusion ist und wir voll von innerem Reichtum sind – wenn, ja wenn wir nur die 12 Lebensprinzipien in Einklang bekommen.

Zuerst wird eine Einführung in das System der 12 Lebensprinzipien gegeben. Sie orientieren sich an den 12 Sternbildern. Da für beide Autoren angegeben wird, welchem Lebensprinzip sie angehören, ist man geneigt anzunehmen, dass man dem Lebensprinzip angehört, das zum Sternbild gehört. In einer Abschlussbetrachtung wird aber klargestellt, dass man alle 12 Lebensprinzipien ausbalancieren muss, um in den Reichtum zu kommen.

Die Beschreibung der Lebensprinzipien erfolgt jeweils nach demselben Muster. Zuerst werden die positiven und die negativen Seiten des Lebensprinzips vorgestellt. Herr Dahlke zeigt dann anhand von Beispielen aus unserem alltäglichen Leben, wie die verschiedenen Facetten dieses Lebensprinzips sichtbar werden bzw. woran sie erkannt werden können. Fragen, die man sich selbst stellen kann, um die eigene Position innerhalb dieses Lebensprinzips zu erkennen, schließen den Teil von Herrn Dahlke ab. Herr Veit beginnt seinen Teil mit der Auflistung der 7 Entwicklungsschritte in diesem Lebensprinzip. Anhand von überwiegend eigenen Erfahrungen stellt er dar, wie sich dieses Lebensprinzip im persönlichen Leben zeigen und wie man Lebensereignisse als Lerngelegenheiten wahrnehmen kann. Eine Liste von Umsetzungsimpulsen schließt die Beschreibung eines Lebensprinzips ab.

Subjektive Eindrücke

Die Anbindung der Lebensprinzipien an die Sternbilder wecken immer wieder die Assoziation an Astrologie und Sterndeutung, was äußerst schade ist, weil dies ja gar nicht gemeint ist. Es ist im Gegenteil recht interessant zu lesen, wie sich Gegensätze, wenn sie zu sehr in ihren Extremen gelebt werden, zerstörerisch wirken, während sie, wenn sie sich in guter Synthese entfalten können, zu Zufriedenheit und positiver Entwicklung führen können.

Auf dem Cover klebt ein dicker Hinweis auf Meditationen zum kostenlosen Download. Im Text wird zwar an den nötigen Stellen gesagt, wie man diese Meditationen downloaden kann, eine kleine separate Anweisung zum Umgang mit diesen Meditationen wäre aber hilfreich gewesen. Die gesprochene Einleitung in jeder Meditation wäre dann vielleicht nicht nötig gewesen.

Mir erschließt sich nicht wirklich der Zusammenhang zwischen den Meditationen und den Lebensprinzipien. Auf mich wirken sie wie nette Phantasiereisen.

Eine lange Liste von Publikationen und Seminarangeboten beider Autoren beendet das Buch.

Fazit

Die Darstellung der Gegensätzlichkeiten unseres Lebens in ihren Auswirkungen im Gegensatz zu den Möglichkeiten, wenn Balance erreicht werden kann, ist sehr eindrucksvoll. Es regt zum Nachdenken an und setzt Impulse für eigene Entwicklung. In diesem Sinne kann ich das Buch sehr empfehlen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Advertisements

4 Gedanken zu “Rezension: Omega

  1. Das klingt für mich nach der klassischen psychologischen Astrologie, das die Tierkreiszeichen als Archetypen versteht, die je nach Entwicklungsstand einer Person in einem Kontinuum von destruktiv bis konstruktiv ausgeprägt sein können. In der jeweiligen (aktuellen) Ausprägung und der Kombination mit der Ausprägung der anderen archetypischen Anteilen einer Person ergibt sich das individuell aktuelle Bild und die aktuellen oder drängensten Lernaufgaben der Person.
    In dieser Betrachtungs- und Verwendungsweise wird die Astrologie zu einem „Persönlichkeitsraster“ mit dem man recht schnell durch erfragen der bisherigen „Lernschritte“ in den 12 Kategorien (Sternbildern = Archetypen) die aktuelle Entwicklungsausprägung und die Bereiche anstehender Lernaufgaben identifizieren kann.
    Für mich ist das immer wieder hilfreich, wenn mir selbst nicht mehr ganz klar ist, warum mir gerade (meist unangenehme) bestimmte Dinge passieren, was das mit meinem Verhalten zu tun hat und wo ich ansetzen kann mich so zu verändern, das ich mit vergleichbaren Dingen (Situationen) in der Zukunft besser zurecht komme.
    Auch wenn ich beide Autoren als gute Verkäufer ihrer Bücher und Seminare kenne, die ihre Kernaussagen immer wieder unter neuen Aspekten wiedervermarkten, werde ich in diese 356 Seiten hineinschauen.
    Danke fürs lesen und kommentieren.

    Gefällt 1 Person

    • Wow, das ist ja eine richtige Rezension. Vielen Dank. Es ist interessant, Deine/Eure Ansicht zu diesen Ansätzen zu lesen. Klassisch psychologische Astrologie kannte ich bisher noch nicht. Ich glaube, ich werde mich da mal ein bisschen schlau machen. Ob Jung so damit einverstanden gewesen wäre, die Tierkreiszeichen als Archetypen zu betrachten? Ach, es gibt einfach so vieles zu lernen – also, ran an die Bücher 😉
      Viele Grüße und lieben Dank
      Belana Hermine

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s