Rezension: Einsam, na und?

Einsam, na und? – Von der Entdeckung eines Lebensgefühls

  • von Maximilian Dorner
  • btb Verlag, 9. Mai 2017
  • Taschenbuch, 240 Seiten
  • 10,00 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-442-71535-0

Inhalt

Einsamkeit, Alleinsein, Langeweile, zu sich selbst finden… 1001 Begriffe ranken sich um das Thema, das hier aufgegriffen und von verschiedenen Seiten beleuchtet wird.

Das Buch ist in 24 Kapitel gegliedert, die sich bemühen, jeweils einen Aspekt des Themas herauszugreifen, doch bleibt trotz allem eine gewisse Wirre zurück, die möglicherweise die tatsächliche Unschärfe des Begriffs Einsamkeit wiederspiegelt.

Immer wieder stehen die eigenen Eindrücke und Befindlichkeiten des Autors im Mittelpunkt, die gegen erfragte Meinungen von Freunden, Bekannten oder anderen wissenden Personen gestellt werden. So bleibt am Ende doch die Frage, wie viel Allgemeines über Einsamkeit hier zu lesen ist, oder ob es eine Auseinandersetzung mit der eigenen, ganz persönlichen Einsamkeit des Autors ist.

Dies ist wohl aber das letztendliche Fazit, das das Buch nahelegt: Jeder hat, lebt und erlebt seine Einsamkeit auf seine/ihre jeweils ganz individuelle Art und Weise.

Subjektive Eindrücke

In einem ersten Ansatz bin ich mit der „Sachbuchbrille“ an das Lesen des Buches herangegangen. Dafür war es mir dann einfach zu diffus und unstrukturiert, dem auch die Gliederung in die 24 Kapitel nicht abhelfen konnte.

Nach einer Weile wechselte ich also die Brille und setze die für individuelle Lebensgeschichten auf. Und siehe da, das Diffuse wandelte sich in den Ausdruck des Persönlichen und war in seiner Unstrukturiertheit plötzlich zu verstehen. Mit einigen Aspekten konnte ich nach wie vor nichts anfangen, andere erfassten mich direkt. Aber das ist wohl bei persönlichen Geschichten relativ normal.

Und so sagt dann das, was man aus dem Buch mitnimmt, eher etwas über den/die Leser/in aus als über den Autor. Dass das Buch aber überhaupt anregt, macht es zu einem grundsätzlichen guten Buch.

Fazit

Einsamkeit wird in unserer Gesellschaft wenig thematisiert. Gut, dass es hiermit jemand getan hat. Man erfährt aus den Augenwinkeln des Autors die vielen Facetten der Einsamkeit und kann sich dann sicherlich sein individuelles Bild der eigenen Einsamkeit zeichnen. Das kann recht aufschlussreich sein.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses zum Entdecken der eigenen Einsamkeit anregende Rezensionsexemplar.

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18 Gedanken zu “Rezension: Einsam, na und?

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