Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Immerhin gab es am Sonntag wieder eine kleine Wanderung (20 km). 10 Spazier-km hatten sich auch angesammelt. Eigentlich wollte ich meine „Hausrunde“ gehen, weil mal wieder etwas „Bergsteigen“ angesagt war. Naja, was eben so eine Flachlandratte wie ich unter „Bergsteigen“ versteht. Es hatte aber die ganze Nacht geregnet. Dann ist der Weg teilweise nur schwimmend zu bewältigen. Aber auf Schlammpackung hatte ich gerade keine Lust. Also habe ich mich für die erste Etappe des heimischen Jakobswegs entschieden. Aber bis zur Abreise muss ich doch noch ein paar Höhenmeter sammeln, wenn ich ansonsten auch ganz zufrieden mit den Aktivitäten der Woche war.

Vorbereitung – Umgang mit Blasen

Blasen sind ein ganz besonderes Thema jeder langen Wanderung. Manche werden davon weniger geplagt, manche mehr. Bisher hatte ich eher weniger damit zu tun, auch wenn ich nie ganz davon verschont blieb. Aber meist ist es nach ein bis anderthalb Wochen ausgestanden.

Ich habe dieses Thema als Vorbereitung eingeordnet, weil ich denke, dass man schon im Vorfeld so einiges tun kann, um unterwegs möglichst wenig mit Blasen zu tun zu haben.

Wichtig sind natürlich die Schuhe. Sie sollten gut passen, womit gemeint ist, dass sie einem als einen Ticken zu groß vorkommen sollten. Einerseits werden die Füße im Laufe des Tages etwas dicker, andererseits brauchen die Zehen etwas Platz, wenn es den Berg hinabgeht – sonst drohen blaue oder gar sich ablösende Zehennägel. Letztere Erfahrung ist mir bisher glücklicherweise erspart geblieben.

Ebenfalls im Vorfeld sollte man ausprobieren, mit welchen Socken man in genau diesen Schuhen gut zurecht kommt. Als Trennschicht zwischen Haut am Fuß und Schuh haben sie einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, ob man Blasen bekommt oder nicht.

Die Schuhe sollten gut eingelaufen sein. Das braucht ein paar km. Bei mir sind es irgendwas zwischen 50 und 100. Dann ist der Innenraum des Schuhs einigermaßen auf die genaue Fußform abgestimmt. Außerdem hat man sich dann gleich an die Socken gewöhnt. Die ersten Blasen sind dann vielleicht schon vorbei und die entsprechenden Stellen sozusagen gegen neue Blasen „imprägniert“.

Meist kommt es aber unterwegs doch zu Blasen. Und was dann? Die Antworten sind so vielgestaltig wie die Menschen, die lange Fußmärsche auf sich nehmen. Hin und wieder gibt es heftige Streitgefechte über die einzig wahre Lösung. Aber die kann nur jeder für sich allein finden. Bei mir hat es sich bewährt, wenn ich alle sowieso lose geribbelte Haut abschneide (ja, ich schneide auch geschlossene Blasen auf und die Haut ab) und dann ein Blasenpflaster draufklebe. Sollte sich das Blasenpflaster durch das Wandern an den kommenden Tagen abrubbeln, wird es ersetzt. Meist ist das Ganze dann nach 3-4 Tagen ausgestanden.

Ein Blase zuzulassen führt bei mir dazu, dass sich das Ganze erst recht entzündet. Außerdem besteht ja die Gefahr, dass sie dann am nächsten Tag aufgeht. Manche nehmen eine Nähnadel und ziehen einen Faden durch die Blase. Das habe ich mich noch nie getraut, hätte aber Bedenken, dass über den feuchten Faden irgendwelche Viren oder Bakterien in die Blase reinkrabbeln und anfangen, ihr Unwesen zu treibe. Die Blase nur aufzustechen, klappt bei mir auch nicht, weil sie relativ schnell wieder zu ist und dann das Gleiche verursacht wie eine geschlossene Blase.

Eine Variante habe ich bei Franzosen gesehen. Dort gibt es wohl Spritzen mit einer Flüssigkeit zu kaufen. Die spritzen sie sich in die Blase, was zur Desinfektion beiträgt aber wohl auch zum Austrocknen. Ja, wenn ich das mal in die Finger kriegte, würde ich das sicher mal ausprobieren.

Bis dahin bleibe ich aber dabei: Haut ab – egal in welchem Zustand – und Blasenpflaster drauf. Es muss nicht unbedingt das teure Markenprodukt sein. Die von Aldi sind auch okay. Allerdings hatte ich mal von woandersher eine Sorte, die recht dünn war und nicht so recht gehalten hat. Die wird  es also nicht wieder. Wichtig: eine gute Mischung verschiedener Größen. Wenn man weiß, wo man blasenanfällig ist, bekommt man auch ein Gefühl für die richtige Mischung.

Und keine Skrupel vor den ersten Schritten am nächsten Tag. Nach ein paar Metern hat man sich an den Blasenschmerz gewöhnt und spürt ihn nicht mehr.

Auf dem Jakobsweg gibt es den Spruch „No pain, no glory“. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Wenn Blasen anfangen sich zu entzünden, ist auf jeden Fall ein fachkundiger Blick und möglichst Rat angesagt. Lieber einen oder zwei Tage pausieren als nicht ankommen!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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6 Gedanken zu “Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

  1. Compeed hat gut geholfen. Wanderschuhe, dicke Socken, möglichst keine Bewegungszone der Socken – alles was sich bewegt, scheuert. Abschneiden ist ok, wenns sich sonst entzündet. Keinesfalls die Füße baden.

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