Rezension: Frag den Buddha

Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens – Was uns bei der spirituellen Suche unterstützt

  • von Jack Kornfield, aus dem Amerikanischen von Ulli Olvedi
  • Kösel-Verlag, 6. März 2017, 2. Auflage
  • Broschiert, 448 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-466-34662-2

Inhalt

Dieses Buch befasst sich mit der Spiritualität aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Ebenen immer aus der Sicht des Buddhismus. Es ist aber nicht einer bestimmten Glaubensrichtung verhaftet, sondern betont immer wieder, wie individuelle der spirituelle Weg ist und dass jede/r seinen/ihren Weg finden muss. Das Buch liefert aber Anhaltspunkte, wie man diesen Weg finden und ihn gehen kann, welche Gefahren und Stolpersteine er aufweisen kann und wie man mit ihnen umgehen könnte.

In einem ersten Teil legt Jack Kornfield die Grundlagen für das Verständnis des Buches und vermittelt damit im Groben die Grundzüge des Buddhismus. Im zweiten Teil stellt er Gefahren vor, denen man begegnen kann. Hierbei steht die Illusion der eigenen Mächtigkeit und Überlegenheit durch erste Erleuchtungserfahrungen im Vordergrund. Der dritte Teil widmet sich dann der Übertragung des spirituellen Lebens heraus aus dem Kloster und der Lern-/Lehrgemeinde in den Lebensalltag, schließlich können wir nicht alle Mönche und Nonnen werden. Im Zentrum von Teil vier erläutert Jack Kornfield, woran man spirituelle Reife erkennen kann.

Der Text ist gut lesbar geschrieben. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Mit buddhistischen Vokabeln geht Jack Kornfield sehr sparsam um, sodass man beim Lesen gut folgen kann. Für viele seiner Aussagen bringt er Beispiele aus seiner Praxis, sodass man gleich prüfen kann, ob man die Mitteilung richtig verstanden hat.

Über das ganze Buch hinweg finden sich Anleitungen für Meditationen, die sich mit den gerade behandelten Aspekten auseinandersetzen. Dazu schlägt Jack Kornfield Fragen vor, die man während der entsprechenden Meditation betrachten kann.

Subjektive Eindrücke

Dieses Buch ist ein tolles Buch für mich. Die Art und Weise des Herangehens/der Erarbeitung der eigenen Spiritualität liegt mir sehr. Es fühlt sich alles sehr natürlich und praktikabel an. Immer wieder wird darauf hingewiesen, selbst zu überprüfen, ob die Dinge für einen passen oder nicht. So entsteht kein Druck, kein Zwang. Es werden keine vorgeschriebenen Erfolge erwartet.

Durch die vielen Anregungen für die Meditation und die aus meiner Sicht gut verständlichen Erläuterungen bietet es sich für mich als ein gutes Nachschlagewerk und Lehrbuch an.

Fazit

Ich freue mich sehr, ein solches Buch gefunden zu haben, und bin sicher, dass es mich in der nächsten Zeit auf meinem eigenen Weg gut begleiten und unterstützen wird. Auch wenn betont wird, dass man auf dem spirituellen Weg Lehrer und eine Gemeinschaft braucht, so wird dieses Buch auch denen helfen, die (vorerst?) für sich selbst üben und die ersten Schritte gehen wollen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses grundlegende Übungswerk Rezensionsexemplar.

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8 Gedanken zu “Rezension: Frag den Buddha

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