34. Tempeltag

Das waren heute definitiv zu viele Tempel. Hier liegt aber auch einer neben dem anderen und noch weitere, sehenswerte dazwischen. Ich glaube, heute bin ich wirklich übersättigt. Gut, dass morgen Ruhetag ist. Da kann ich die noch offen gebliebenen Tempel der näheren Umgebung besuchen ***lach***.

Der Tag begann feucht. Alles war feucht. Selbst in der Unterkunft war nichts so wirklich trocken. Nebel hatte sich über alles gelegt und weichte es so richtig ein.

Im Laufe des Tages verzog sich zwar der Nebel, aber es blieb sehr feucht und drückend. Dazu wurde es wärmer und wärmer. Von der Strecke her war es nicht so abstrengend, aber die vielen Tempel so dicht aufeinander machten mich ganz wuschig.

Einmal habe ich mich tatsächlich verlaufen. Nicht weit, aber trotzdem unnötig. In einem Tempel habe ich mein Tuch verloren, mit dem ich mich immer wieder abtrockne. Als ich es gemerkt habe, war ich noch nicht sooo weit entfernt. Also wieder zurück. Naja, und so wurden dann zusammen mit den Besichtigungen der zusätzlichen Tempel aus geplanten 23 km plötzlich 30 km. Ganz schlimm war das nicht, denn ich war genau zum bei der Reservierung angegebenen Zeitpunkt in der Unterkunft. Gut getimed würde ich doch mal behaupten.

In einem Tempel waren die buddhistischen Vorstellungen von „Himmel“ und „Hölle“ gezeigt, auch wenn sie es so natürlich nicht nennen. Allerdings konnte ich in der Darstellung keine wirklichen Unterschiede zur christlichen Vorstellung erkennen.

Heute war aber auch wieder o-settai-Tag mit einigen o-settai ganz besonderer Art. In einem Tempel gab es kleine Heftchen über das Pilgern für Kinder. Sie sollten 50 Yen kosten und waren nicht sooo schwer. Ich hatte mir 3 herausgesucht und auch das Geld bereitgelegt. Aber ich sollte sie einfach so mitnehmen. An einer anderen Stelle drückte mir eine Frau 150 Yen in die Hand, meinte, es wäre o-settai und ich solle mir Saft davon kaufen. Allerdings hatte ich gelesen, dass Geld, das man bekommt, eigentlich für den Tempel bestimmt ist. Aber wenn sie es so deutlich gesagt hat mit dem Saft? Es wird dann doch bestimmt auch okay sein statt des Safts Tee zu nehmen. Ja, also solche Dinge rühren mich zutiefst.

Ich bin heute in Matsuyama angekommen. Hier gibt es wohl den ältesten Onsen (Bad aus einer heißen Quelle) Japans. Den musste ich doch gleich mal ausprobieren. Wenn ich das in meinen Tempelkurzbeschreibungen richtig verstanden habe, wurden Pilger früher „zwangsverpflichtet“, in den Onsen zu gehen. Das wäre heute nicht mehr nötig. Tja, was soll ich sagen. Als ich den Umkleideraum betrat, hielten erstmal alle irgendwie die Luft an. Als sie merkten, dass ich mich einigermaßen benehmen kann, entspannte sich aber alles wieder. War echt eine nette Erfahrung. Mehr Eindrücke von Matsuyama gibt es dan morgen.

Blumentechnisch haben mich heute riesig hohe Seerosen überrascht. Ich wusste gar nicht, dass sie überhaupt in die Höhe wachsen können. 

Den Baum des Tages gab es heute nur im Gesamtarrangement.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

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8 Gedanken zu “34. Tempeltag

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