44. Kilometerfressertag

Tja, wenn wir schon zu zweit sind, dann können wir auch doppelt so viele km laufen. Oder stimmt da was an der Rechnung nicht? 😉

Ich habe mal wieder den Plan geändert. Und bis auf die etwas zu lange Länge war es eine wirklich gute Entscheidung.

Allerdings waren dabei gleich wieder 8 Tempel zu besuchen. Das ist echt hart. Am Ende kann man fast nicht mehr zuordnen, wo was gewesen ist. 

Ein Tempel war – ich würde mal sagen – ein Doppeltempel. Im Kalligrafiebüro bekam man auch gleich beide Kalligrafien reingemalt. Mir hat sich trotz Wegweiser nicht wirklich erschlossen, welches Gebäude nun zu welchem Tempel zählte. Keine Ahnung, warum man das gemacht hat. Es gibt doch genug Tempel.

In einem Tempel habe ich ein Pärchen getroffen – sie Deutsche, er Japaner. Sie wohnen in Köln, waren auf Familienbesuch und gehen nun zu ein paar Tempeln. Ach, wie nett, mal wieder Deutsch zu sprechen und zu hören.

Die Etappe ist so lang geworden, weil ich sehr gern wieder in einer Tempelunterkunft schlafen wollte. Und in dieser hier (Tempel 75) gibt es sogar Essen. Und das Beste: Ich bin nicht allein hier. Es ist eine Gruppe von 4 japanischen Frauen da und ein japanischer Radfahrer. Er kann ein bisschen Englisch,  sodass wir uns doch etwas verständigen können. Heute Abend haben wir sogar gemeinsam Streckenplanung gemacht. Da war doch ein bisschen Pilgeratmosphäre. Da ich morgen zwei offizielle Nebentempel besuche, die entgegengesetzt abseits der Hauptstrecke liegen, werde ich hier eine zweite Nacht verbringen. 

Dieser Tempel ist echt toll und riesig. Unter dem Haupttempel gibt es einen fast 100 m langen Gang in völliger Finsternis. Kürzere solcher Gänge habe ich schon manchmal gesehen, mich aber nie wirklich reingetraut. In einem war ich mal, habe aber mit der Handytaschenlampe gecheatet. Diesmal habe ich mich aber komplett darauf eingelassen. Gegen Ende leuchtet dann ein Altar auf und es wird etwas gesagt und/oder ein Mantra gesungen. Man kann schlecht beschreiben, was da mit einem passiert, aber es ist tief bewegend.

Blütentechnisch ging es heute direkt wieder mit weiß los – sorry.

Dann kam aber doch noch etwas Feuer ins Spiel.

Den Baum des Tages hatte ich heute sehr schnell gekürt.

Dann wurde diese Entscheidung aber ernsthaft in Frage gestellt. Aber gekürt ist gekürt, dachte ich. Und so gibt es heute eben zwei Bilder zum Baum des Tages. Aber diese Spiegelung konnte ich beim besten Willen nicht unter den Tisch fallen lassen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

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12 Gedanken zu “44. Kilometerfressertag

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