Shikoku 2017 – Nachlese #15

Thema heute: Tsunami-Schutz

2011 hat die Südküste von Shikoku ein riesiger Tsunami getroffen mit schweren Verwüstungen und vielen Toten. Als ich dort entlang wanderte, konnte ich viele Vorkehrungen sehen, um im Falle eines Tsunamis gewappnet zu sein. Ob sie nun alle aufgrund der Schäden von 2011 errichtet wurden oder schon vorher vorhanden waren, kann ich nicht beurteilen. Mich hat aber der Umfang der entsprechenden Maßnahmen sehr beeindruckt.

Hinweisschilder

Ein Teil der Vorkehrungen betrifft Hinweisschilder. Diese gibt es in zweierlei Richtung. Einmal wird darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um ein gefährdetes Gebiet handelt, auf welcher Höhe über dem Meeresspiegel man sich befindet und über welchen Weg man sich (am schnellsten) in Sicherheit bringen kann.

 

Die zweite Sorte Hinweisschilder bezieht sich auf die „Rettungsgebiete“ an sich, deren Lage beschrieben wird bzw. die als solche gekennzeichnet sind.

Rettungsgebiete – Evacuation Areas

„Rettungsgebiete“ sind meist höher gelegene Waldstücke. Teilweise ist der Zuweg dorthin abgesperrt und wird wohl aufgeschlossen, sollte sich ein Tsunami ankündigen. Hin und wieder waren auch Tempelanlagen, wenn sie entsprechend hoch lagen, als „Rettungsgebiete“ gekennzeichnet.

Es wurden aber auch extra für diesen Zweck Konstruktionen erbaut, um Menschen vor dem Tsunami zu retten. Hier ist mir allerdings nicht klar, wie viele Menschen hier wirklich Platz haben und ob das der Größe der jeweiligen Ortschaft angemessen ist.

Natürlich kann ich überhaupt nichts dazu sagen, wie hilfreich diese Maßnahmen im Endeffekt sein werden. Ich gebe zu, dass ich immer mal wieder geschaut habe, wie hoch über dem Meeresspiegel ich mich befinde. Das war manchmal nur ein Windhauch 😉 Auch habe ich immer mal Ausschau danach gehalten, wo ich denn hinmüsste. Vielleicht ein bisschen paranoid, denn es war ja kein Tsunami angekündigt. Das mindert aber in keiner Weise meine Hochachtung vor diesen vielen Anstrengungen, die unternommen wurden, um eine gewisse Sicherheit aufzubauen. Und ich kann nur hoffen, dass sie sich im Falle eines Falles als sehr hilfreich erweisen – aber noch viel eher würde ich mir wünschen, dass sie völlig umsonst aufgestellt wurden. Ich möchte nicht in der Gegend sein, wenn ein Tsunami droht.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

8 Gedanken zu “Shikoku 2017 – Nachlese #15

    • Einerseits habe ich immer geschaut, wo die Taschenlampe ist, die wohl in jedem Unterkunftszimmer sein muss 😉 Andererseits lief in den meisten Unterkünften beim Abendessen ein Fernseher, der dann auch Nachrichten/Wetter zeigte. Ich habe zwar nicht wirklich etwas verstanden, aber von den beiden Taifunen habe ich ja auch etwas mitbekommen. Ich denke, dass die Leute dort auch etwas gesagt hätten, wenn etwas Gravierendes im Anmarsch war. Jedenfalls wurde doch sehr deutlich über die Taifune gesprochen.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt 1 Person

Ich freue mich auf Deinen Kommentar. Bitte beachte aber, dass Daten gespeichert werden (siehe Datenschutzerklärung).

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.