Shikoku 2017 – Nachlese #23

In der Landwirtschaftsreihe möchte ich heute ein etwas trauriges Thema anprechen:

Vernichtung

Die Landbevölkerung ist, wie in vielen Ländern, nicht gerade reich zu nennen. Für viele ist das Führen einer Pilgerunterkunft ein nahezu notwendiger Zuverdienst. Insbesondere vor diesem Hintergrund sind mir die folgenden Bilder völlig unklar geblieben.

Beim letzten Foto handelt es sich um die Schalen von Reis. Möglicherweise werden sie hier aufbewahrt für einen anderen Zweck.

Über die Gründe, warum dieses viele Gemüse verdirbt, kann man nur spekulieren. Sind die Leute vielleicht im Urlaub und können deshalb nicht ernten? Naja, ich glaube, ich würde versuchen, meinem Nachbarn Zugang zu geben. Oder sind die Einzelstücke nicht schön genug, um in einem Laden verkauft zu werden? Aber gibt es dafür nicht diese Straßenverkaufsboxen? Tja, das wüsste ich doch sehr gern.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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19 Gedanken zu “Shikoku 2017 – Nachlese #23

  1. Wenn ich mir vieles vorstellen kann…
    Das ein Bauer Urlaub macht, sofern die sich das überhaupt leisten kann, und Nahrungsmittel bzw. überhaupt seine Lebensgrundlage verrotten lässt, das kann ich mir nicht vorstellen.
    Das ist wirklich sonderbar …

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    • Es stand natürlich nirgends ein Schild mit einer Erklärung. Aber jemand meinte, dass die Bauern möglicherweise ihre Waren nicht losbekommen, wenn sie nicht bestimmte Anforderungen an Aussehen, Größe etc. erfüllen. Ich weiß es aber nicht.

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      • Das wäre wieder eine Bestätigung für unseren Konsumwahn bzw. auch für den Anspruch, dass immer alles möglichst perfekt, effizient und schön sein soll.
        Ist ja bei uns in Europa auch so, wir vernichten NAHRUNGsmittel weil sie nicht schön aussehen oder weil wir schlicht und einfach zu viel davon haben.
        Kranke Gesellschaft, krankes System.
        Je älter ich werde umso mehr Fragen über Sinn und Unsinn stellen sich mir …

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  2. @relaxedlive – Genau, das ist ja hier bei der EU geradezu usus, Berge von Lebensmitteln zu vernichten. Ganz zu schweigen von dem, was die Supermärkte sowie die EndverbraucherInnen Tag für Tag in die Mülltonnen entsorgen.

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    • Anstatt es den Leuten gleich neben dem Supermarkt zum Kauf oder Mitnehmen anzubieten, hat man das System der Tafeln erschaffen. Da werden die Dinge erst einmal zusammen gekarrt und höchst arbeitsintensiv sortiert und an die Leute gebracht. Allein der Ausdruck „Tafeln“ erinnert mich „George Orwell mäßig“ an eine Art „Schönsprech“. Tafeln kannte man im Mittelalter bei der Nobilitas. Jetzt kann jede/r wenn er mag an der „Tafel“ speisen. Wie schnell sich hier – fast industriell ein Bundesverband gegründet hatte, war schon phänomenal. 😉 LG Michael

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      • Der Umgang mit Lebensmitteln, um sie „anderen Menschen“ zukommen zu lassen, stößt leider auch an gravierende gesetzliche Hürden. Mal einfach bei Leuten übergebliebene Lebensmittel zu sammeln und sie an zentralen Stellen zur Verfügung zu stellen, geht eben mal nicht einfach. In einem meiner Kurse war eine Teilnehmerin, die das mit Backwaren versuchte. Sie meinte, dass ihre Organisation immer am Rande der Legalität arbeiten würde/müsste 😦

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      • Oh ja, sorry! Deutschland, deine Vorschriften! Bei Backwaren sowieso immer schon ein Problem. Mich wundert nur immer wieder, wie das bei den Vereinsfesten mit nahezu seit Jahren bestehenden gewerblichem Verkauf funktioniert?

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  3. Nach deinen Beiträgen zum Thema Landwirtschaft habe ich den Eindruck, dass wenig industriell produziert wird. Die liebevoll behüteten Apfelplantagen z. B. Gibt es das überhaupt? Und wie sieht die Viehzucht aus?

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  4. ich denke nicht mal, dass bei uns Nahrungsmittel vernichtet werden, weil diese nicht schön aussehen und deshalb nicht verkauft werden können. Eher weil man einen bestimmten Preis fordern will. Zeigt auch, dass wir landwirtschaftliche Importe aus dem Ausland verhindern. Mit aller Macht, obwohl die meisten unserer Land-, mittlerweile Forst-, Energie- und wer weiß was sonst für „Wirte“ sind. 😉 LG Michael

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    • Ich wollte nicht ausgedrückt haben, dass es irgendwo anders ist. Es waren einfach Beobachtungen, die mich sehr bewegt haben, weil es mir immer leid tut, wenn Lebensmittel umkommen.
      In Deutschland fallen mir meist die Bäume an den Straßenrändern auf, die nicht abgeerntet werden. Aber jetzt so in Gärten, auf Feldern oder sonstigen gepflegten Arealen? Wahrscheinlich muss ich mal besser hingucken, wenn ich hier unterwegs bin.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

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