Watson: Die Sprache der Menschlichkeit

Die Sprache der Menschlichkeit – Wie wir kranke Menschen wieder als Menschen wahrnehmen und nicht als Patienten

  • Christie Watson, aus dem Englischen von Posiao und Roberto de Hollanda
  • Goldmann Verlag, 29. Oktober 2018
  • Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
  • 20,00 € (D)
  • ISBN 978-3-442-31473-7

Inhalt

Christie Watson war 20 Jahre lang als Krankenschwester tätig. In diesem Buch beschreibt sie, wie sie dazu kam, Krankenschwester zu werden, welche Ausbildungen sie durchlaufen hat, wie ihre ersten Tage in der Praxis verliefen, was sie eigentlich zur Krankenschwester gemacht hat, vor welchen Herausforderungen Pflegerinnen und Pfleger tagtäglich stehen und wie sie damit umzugehen lernen. Durch viele reale Beispiele nimmt uns Christie Watson mit in ihren Arbeitsalltag und lässt uns ziemlich hautnah erleben, welche Freuden und welchen Kummer Pflegerinnen und Pfleger in ihrer Arbeit erleben. Immer wieder verweist sie auf die Geschichte der Entwicklung der Krankenpflege, auf gesetzliche Regelungen, aber auch auf die realen Zustände in den Krankenhäusern.

Ein Gedanke durchzieht das gesamte Buch von Anfang an: Pflege ist gelebte Menschlichkeit. Anhand der klaren Darstellung ihres eigenen Werdensweges können wir gut miterleben, wie sich Christie Watsons Ansichten dazu herausbilden, entwickeln, nach und nach festigen und auch in ihr privates Leben hineinreichen.

Subjektive Eindrücke

Ein wirklich lesenswertes Buch. Die vielen realen Beispiele machen es sehr anschaulich. Hin und wieder sollte mit zu zart besaitet sein. Ja, man wird sich beim Lesen mitfreuen, aber man wird auch mit der Autorin traurig sein. Und ab und zu wird wohl auch eine Träne rollen.

An einigen Stellen war ich von den vielen medizinischen Begriffe etwas überfordert. Dann habe ich da einfach „drübergelesen“ 😦

Da wir aber alle mit Pflegekräften zu tun haben werden, als Patienten, als Angehörige von Patienten oder als Angehörige von Pflegekräften liefert das Buch viele wertvolle Einblicke in das Leben und Arbeiten der Pflegekräfte und kann uns damit helfen, uns zumindest ein wenige in die Lage der Pflegekräfte zu versetzen. Das kann eine positive Pflegebeziehung deutlich unterstützen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es das Buch schaffen kann, den Gedanken der Menschlichkeit weiter zu verbreiten. Das würde mich sehr freuen.

Fazit

Sehr lesenswert und eine gute Vorbereitung darauf, selbst Patient oder Angehöriger eines Patienten/einer Patientin zu sein.

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3 Gedanken zu “Watson: Die Sprache der Menschlichkeit

  1. Ich habe größten Respekt vor Menschen die in Pflegeberufen tätig sind,
    Meine Hochachtung gilt auch jenen Pflegekräften aus dem Osten, die am Stück gleich zwei Wochen oder länger MIT den pflegebedürftigen Menschen zusammenleben, diese pflegen und unterstützen.
    Allerdings sollte niemand einen Pflegeberuf ausüben, wenn die die innere Einstellung nicht passt bzw. wenn der Wille zum HELFEN nicht ausgeprägt ist.
    Denn nichts ist schlimmer wenn Pfleger*innen komplett überfordert sind, vielleicht sogar ihren Job hassen und in Folge die anvertrauten Menschen dann auch nicht gut behandeln oder gar quälen.
    DANKE an alle die in einem Pflegeberuf tätig sind!!

    Gefällt 2 Personen

    • Nennen ja, aber nicht beschreiben, weil das wohl dem Buch nicht gerecht würde.
      Ein Mädchen zeigt für die Eltern unspezifische Symptome. Als ihr Zustand kritisch wird, beringen die Eltern sie in die Notaufnahme. Es stellt sich heraus, dass sie Typ-1-Diabetes hat. Wie nun die Schwestern und Ärzte versuchen, wieder stabil zu bekommen und ihr ein Leben mit der Krankheit zu ermöglichen, hat mich als Geschichte wohl besonders beeindruckt.

      Liken

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